Reise in 3. Welt

Entwicklungshilfe mit der Kamera

Carola Mair aus Attnang Puchheim ist eine Filmemacherin aus Leidenschaft. Und für sie ist Entwicklungshilfe kein leeres Wort. Ihre jüngsten Filme, die auf 3sat oder Bayern Alpha gezeigt werden, beschäftigen sich mit Jugendlichen in der dritten Welt. Am Samstag stellt sie den Streifen „Cuba Libre“ am Flughafen Linz vor.

„Wenn man daran denkt, dass in Nicaragua eine Million Kinder nicht in die Schule gehen können, so muss man etwas tun“, sagt Carola Mair. Die Journalistin und Filmemacherin hat vor sechs Jahren das erste Mal eine große Reise unternommen, um mit Filmen heimzukehren. Da Mair bei ihren Recherchen eng mit Entwicklungshilfeprojekten zusammenarbeitet, ist Hilfe für sie kein leeres Wort. In „Nicaraguas Kinder - Sehnsucht nach Kultur“ porträtierte sie Straßenkinder, die auf der Müllhalde leben. Wie verkraftet man das?

„Angesichts dieser Lebensbedingungen hatte ich ein Blackout, dachte, alles ist sinnlos, was ich mache. Aber dann sprach ich mit einem Buben, der eine ,Müllschule´ besucht. Das gibt es dort: eine Schule für Müllkinder. Und das gab mir wieder Auftrieb.“

Mair sucht aber nicht nur nach der Armut, sie will auch Lebensgeschichten festhalten. In Costa Rica gestaltete sie einen visuellen Dialog mit Oberösterreichern, die ausgestiegen sind. In Kuba verfolgt sie den Aspekt der Freiheit.

www.caromax.at; kubanischer Kulturevent am Flughafen Linz am 30. September ab 19 Uhr

 

 

Foto: Horst Einöder

Samstag, 08. Mai 2021
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