Mo, 23. Juli 2018

Schulreform

21.10.2016 16:43

Schulverkehr wird ausgebaut!

Die geplante Bildungsreform könnte den Schulverkehr in Kärnten auf neue Beine stellen! Da der Unterricht künftig nicht mehr einheitlich zur gleichen Zeit beginnen soll, sind zusätzliche Angebote bei Bus und Bahn möglich.

"Und täglich grüßt das - Verkehrschaos!" Rund 60.000 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die Schulen in Kärnten.

Eine große Herausforderung für den öffentlichen Nahverkehr. Denn die Zahl der (Sitz-)Plätze in den Zügen und Bussen reicht nicht aus, um den Ansturm an jedem Morgen zu decken.

"Es kann vorkommen, dass Schüler im Zug oder Bus stehen müssen. Wir haben nicht mehr Sitzkontingente zur Verfügung", so Christoph Posch, Sprecher von ÖBB und Postbus in Kärnten.

Eine Flexibilisierung der Beginnzeiten in den Schulen sei daher zu begrüßen. "Damit würden sich viele Probleme von selber lösen, wir könnten die Ressourcen besser aufteilen."

So könnte ein "Öffi" mehrfach - statt bisher nur einmal - die Schulstrecken bedienen.

Auch Verkehrslandesrat Rolf Holub sieht großes Potenzial: "Wenn die Reform kommt, setzen wir uns mit den Schulen zusammen, um eine gute, gemeinsame Lösung zu erarbeiten."

Schon jetzt sei das Gailtal vorbildlich unterwegs. Holub: "Vieles hat sich gebessert, da die Schulen dort gut zusammenarbeiten."

Holub sieht auch für die Eltern Vorteile: "Wenn wir die Taktfrequenz der Öffis verbessern,  müssten viele ihre Kinder nicht mehr zur Schule chauffieren."

Auch aus pädagogischer Sicht sei ein späterer Schulstart zu begrüßen: "Dann kommen wir langsam dahin, dass Schule Spaß macht..."

Beginn um 8.35 Uhr
Paradebeispiel für den sanften Unterrichtsstart ist die Montessori-Schule "de La Tour" in Klagenfurt. Sie war österreichweit die Erste, die 2008 den Start verlegt hat. Erst um 8.35 Uhr beginnt hier der Schultag.

"Um 7.30 Uhr kommen die meisten aber schon, dann wird gemeinsam gelesen und man startet entspannt in die Übungseinheiten", so Schulleiterin Hemma Holler-Bucher.

"Der Stress in der Früh fällt komplett weg." Das würden auch viele berufstätige Eltern schätzen, heißt es.

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