Böhm schlägt zurück

Ortskaiser wirft seinem Vize Amtsmissbrauch vor

Keine „Peanuts“, sondern Amtsmissbrauch mit einer Schadensumme von etlichen hunderttausend Euro wirft nun der Paschinger Bürgermeister Fritz Böhm seinem roten Stellvertreter Werner Ebenbichler vor: Der Vize sollte längst die Sozialpreise im Seniorenheim erhöhen, das der Ortskaiser teuer verkaufen will.

Weil seine Straßenbaugesellschaft 4 Millionen Euro Schulden hat, will Böhm offenbar die Gesellschaft seines Stellvertreters zu Geld machen, die 600.000 Euro Rücklagen hat: „Netzwerk Pasching“-Geschäftsführer Ebenbichler hätte die Buchführung vernachlässigt, Familienmitglieder mitversorgt und Gebühren falsch verrechnet, behauptete der Bürgermeister. Doch Sozial-Landesrat Josef Ackerl bestätigt seinem roten Parteifreund eine weiße Weste: „Alle Anschuldigungen erwiesen sich als haltlos.“

Böhm lässt das Seniorenheim von einer Bank bewerten und von einer Steuerkanzlei überprüfen - eigenmächtig um 60.000 Euro Honorar: „Damit wird eine Bombe hochgehen“, kündigte der Bürgermeister an. Doch sein Vize rechnet mit einem Rohrkrepierer: „Der Gemeinderat hat unsere Tagsätze so beschlossen, weil wir nicht teurer als andere Heime sein sollen.“ Böhm habe aber um 5 Euro mehr pro Quadratmeter verlangen wollen, um das Heim für seine Privatisierung attraktiver zu machen.

Für den heutigen Dienstag hat der Ortschef den Gemeinderat einberufen. Thema: „Rechtswidrige Beschlüsse.“ Weil ihn sein Vize in „seiner“ Straßenbaugesellschaft beerbt hat.

 

 

Foto: Horst Einöder

Samstag, 19. Juni 2021
Wetter Symbol