Mo, 24. September 2018

Kunterbunt!

20.10.2016 09:00

Wii-U-Spaß "Paper Mario: Color Splash" im Test

Der berühmteste Installateur der Welt meldet sich mit einem neuen Spiel zurück. In "Paper Mario: Color Splash" steuert der Spieler Mario als Pappkamerad über die ihrer Farbe beraubte Insel Prism Island und versucht, ihr mithilfe seines nie um einen Witz verlegenen Farbeimer-Lakaien "Farbian" wieder ihre alte Pracht zurückzugeben. Wie sich das spielt, hat krone.at getestet.

Marios neues Abenteuer "Paper Mario: Color Splash" ist kein Jump'n'Run, sondern - ähnlich wie der Vorgänger "Sticker Star" für den 3DS - eher ein Adventure mit rundenbasierten Kämpfen und einer Menge Dialogen. Damit weicht es relativ weit vom klassischen Spielprinzip anderer Mario-Games ab, bleibt den Wurzeln der "Paper Mario"-Serie aber treu.

Story: Wenig Überraschungen, aber witzig erzählt
Die Handlung in Kurzform: Mario und seine Freunde erreichen als Pappkameraden die Insel Prism Island und müssen feststellen, dass sie vom Serienfiesling Bowser ihrer Farbe beraubt wurde. Überall tummeln sich Bowsers Lakaien und saugen Prism Island die Farbe ab. Mario und seinen Freunden fällt die Aufgabe zu, die Farbe zurück zu bringen und Bowser und seinen Sprösslingen Einhalt zu gebieten.

Allzu weit vom klassischen Erfolgsrezept anderer Mario-Games weicht Nintendo damit nicht ab, dank witziger Inszenierung und vor allem klasse geschriebener Dialoge voller Witz, die den in der Spielwelt verteilten NPCs Leben einhauchen, kommt aber zumindest bei Fans der Serie trotzdem so schnell keine Langeweile auf.

Rätseln, kämpfen, Karten sammeln
Spielerisch versteht sich "Paper Mario: Color Splash" als Mix aus Rätsel-Game und rundenbasierten Kämpfen. Mario durchläuft die einzelnen Levels mit einem alles in Farbe hüllenden Hammer als Waffe, der ausgegraute Bereiche der Spielwelt einfärbt und das Weiterkommen gewährleistet, sammelt nebenher Farbnachschub und Karten, die in den Kämpfen nützlich sind.

Zwischendurch gibt's Rätsel, bei denen sich Mario den Umstand zunutze macht, dass die Spielwelt aus Papier ist und einzelne Elemente zum einfachen Weiterkommen "ausgeschnitten" werden können.

Rundenbasierte Karten-Schlachten
Kommt es zum Kampf gegen einen von Bowsers Lakaien, wechselt das Game in die rundenbasierte Kampf-Ansicht. Dabei wählt der Spieler am Touchscreen-Gamepad der Wii U aus zuvor erbeuteten Fähigkeits-Karten den gewünschten Angriff aus und lässt ihn - auf Wunsch mit zusätzlicher Farb-Schlagkraft angereichert - auf seine Gegner los.

Das Konzept mit der Kartenauswahl am Gamepad und dem Kampf am TV-Bildschirm funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit gut, damit es nicht allzu gemächlich abläuft, fordert Nintendo neben dem reinen rundenbasierten Kampf vom Spieler, im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken, um gegnerische Attacken zu blocken oder dem eigenen Angriff mehr Schlagkraft zu verleihen.

Farbe, überall Farbe!
Die für seine Attacken notwendige Farbe findet Mario überall in der Spielwelt. Haut er mit dem Hammer auf eine rote Blume, spritzt rote Farbe heraus, die der Held nutzen kann.

Immer genug Farbe dabei zu haben, ist vor allem für die Kämpfe wichtig: Geht Mario mitten im Kampf die Farbe aus, schwächt das seine Angriffe. Da trifft es sich gut, dass gewonnene Kämpfe neben neuen Karten Farbe und Farbtank-Upgrades abwerfen, die im Spielverlauf äußerst nützlich sein können.

Reichlich zu entdecken
Generell empfiehlt es sich, bei "Paper Mario: Color Splash" genau hinzusehen. Die hübsch gestaltete und spätestens nach Marios Farbhammer-Behandlung ausnehmend bunte Spielwelt hält nämlich jede Menge Geheimnisse bereit - darunter Dinge, die zuerst nicht besonders nützlich wirken, in einem späteren Kampf dann aber den entscheidenden Unterschied machen können. Das spricht Sammlernaturen an und regt dazu an, Marios neues Abenteuer möglichst vollständig zu durchwandern.

Bunte Optik, toller Soundtrack
Optisch gibt sich "Paper Mario: Color Splash" im kunterbunten Comic-Look, der das Diorama-Setting des Spiels gut einfängt. Klar zaubert die Wii U hier keine optischen Höchstleistungen auf den Bildschirm, das Gesamtpaket mit 3D-Spielwelt und 2D-Mario ist aber hübsch, die einzelnen Levels wurden mit reichlich Liebe zum Detail gestaltet.

Akustisch ist "Paper Mario: Color Splash" ebenfalls sehr stimmig, was vor allem der Verdienst des abwechslungsreichen Soundtracks ist. Er spielt sich quer durch verschiedene Musikgenres, erfreut Nintendo-Fans immer wieder mit altbekannten Melodien im neuen Gewand. Die Soundeffekte sind gelungen, dass die Dialoge nicht vertont wurden, dürfte manch ein Spieler aber als nicht mehr zeitgemäß empfinden.

Fazit: Auch, wenn die rundenbasierten Karten-Kämpfe nicht jedermanns Sache sein werden und "Paper Mario: Color Splash" anders inszeniert ist als die meisten Mario-Games, funktioniert der sauber umgesetzte Mix aus Rätseln, Reden, Sammeln und Karten-Kämpfen sehr gut. Die bunte und liebevoll designte Spielwelt lädt zu ausgiebigen Erkundungstouren ein, die witzigen Dialoge bleiben lang in Erinnerung und verleihen Mario und seinen Freunden mehr Charakter, als sie in den actionreicheren Serienablegern haben.

Plattform: Wii U
Publisher: Nintendo
krone.at-Wertung: 8/10

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