So, 22. Juli 2018

"Allah, töte alle"

22.10.2016 07:28

So gefährlich ist Wiens Nachtleben

Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? Gut möglich, dass dabei ein blaues Auge rauskommt. Denn das Leben in der City nach Einbruch der Dunkelheit ist nicht mehr voller Walzerseligkeit. Viele Nachtschwärmer haben ein ungutes Gefühl ...

"Allah - ich bringe euch alle um!", drohte eben ein 31-Jähriger Syrer in einem Lokal in Wien-Favoriten. Doch auch der Bereich rund um den Praterstern ist verrufen - und das zu Recht. Immer wieder muss dorthin die Polizei ausrücken, weil Streitereien in Gewalt umschlagen. Auch in anderen Teilen der Stadt wird gerne die Faust geballt oder eine Waffe gezogen. City4U hat die Polizeimeldungen der letzten 8 Tage durchstöbert. Und diese 8 Meldungen sind nur die offiziellen Bekanntgaben...

Täglich ein Delikt

# "Allah - ich bringe euch alle um!":Mann bedroht Lokalgäste und Polizei mit Umbringen
Am 19. Oktober wurde gegen 19:30 Uhr in einem Lokal am Columbusplatz (10. Bezirk) ein 31-jähriger Syrer wegen gefährlicher Drohung festgenommen. Laut Angaben von Zeugen verweigerte der Mann, seine Zeche zu bezahlen und drohte damit, das Lokal anzuzünden: "Allah - ich bringe euch alle um!" Auch gegenüber den alarmierten Polizeikräften zeigte sich der Mann aggressiv, er wurde festgenommen. Anfängliche Meldungen, wonach der Mann mit einem Messer bewaffnet sei, bewahrheiteten sich nicht.

#Wegen Lokalverbot Pistole gezückt
Trotz Lokalverbot wollte am 18. Oktober ein 27-Jähriger eine Gaststätte in Wien-Meidling gegen 20.00 Uhr betreten. Als ihm der Eintritt verwehrt wurde, zog der ungebetene Gast plötzlich eine Faustfeuerwaffe und bedrohte den Lokalbesitzer. Der 67-Jährige attackierte daraufhin den Angreifer und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest.

#Festnahmen nach räuberischem Diebstahl
Ein 23-Jähriger wurde am 16. Oktober 2016 um 05.45 Uhr von drei Männern im Bereich des Pratersterns angesprochen. Sie verwickelten ihn in ein Gespräch, lenkten den Mann ab und stahlen ihm die Geldbörse. Als der 23-Jährige den Diebstahl bemerkte, wollte er die mutmaßlichen Täter zur Rede stellen. Einer davon schlug ihm ins Gesicht und alle drei flüchteten, wurden aber nach Polizeifahnung geschnappt.

#Wien - Ottakring: Mann niedergeschlagen und beraubt
Mehrere Passanten verständigten am 16. Oktober in den Morgenstunden die Polizei. Sie gaben an, einen Raufhandel zwischen mehreren Männern auf der Liebhartsgasse in Ottakring beobachtet zu haben. Eine Polizeistreife fand einen verletzten Mann. Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten drei Tatverdächtige unmittelbar neben der U6 Station Thaliastraße angehalten und festgenommen werden. Die Männer befinden sich in Haft.

#Schwere Körperverletzung bei Raub
Am 12. Oktober wurde gegen 06:00 Uhr ein 52-jähriger Mann in Meidling von vier unbekannten Männern attackiert, als er gerade sein AUto einparken wollte Der Lenker wurde schwer verletzt, die Täter flüchteten mit seinem Fahrzeug. Eine Sofortfahndung nach den Angreifern verlief ohne Erfolg.

#Festnahme nach Einbruch
Am 12. Oktober gegen 3.30 Uhr hielten Zeugen einen Mann fest, der kurz zuvor die Eingangstüre eines Geschäftslokals in der Mariahilfer Straße in Wien Rudolfsheim eingeschlagen hatte. Der mutmaßliche Einbrecher hatte zwei Handys und einige Telefonwertkarten gestohlen und wollte flüchten. Polizisten nahmen den 29-Jährigen fest.

#Nach Sachbeschädigung schwer verletzt
Am 11. Oktober gegen 23.10 Uhr lag ein schwer verletzter Mann auf dem Gehsteig der Donaufelder Straße in Wien Floridsdorf. Die Ermittlungen der Polizisten ergaben, dass der 36-jährige zuvor die Auslagenscheibe eines Geschäfts eingetreten und sich dabei schwere Beinverletzungen zugezogen hatte. Der Mann wurde nach in ein Spital gebracht.

#Drogenhändler mit Messer
Die Wiener Polizei will aber nicht bestätigen, dass die Kriminalität ausufert - und auch diverse Messerattacken in den Vormonaten seinen "milieubedingt", hauptsächlich wenn es um Drogen geht oder ein Besäufnis im Unterschichtenmilieu ausartet.

Wegen Sparmaßnahmen: Licht aus um 22 Uhr

Dass die Stadt Wien einsparen muss und deshalb fast die Hälfte der Beleuchtung ab 22 Uhr auf Notbeleuchtung runterdimmt, dürfte auch nicht gerade zu einem erhöhten Sicherheitsgefühl beitragen. Und jetzt stehen uns mit der Winterzeit - am 30. Oktober wird um 03:00 Uhr umgestellt auf 02:00 Uhr, noch viele lange dunkle Tage bevor. Der Wiener Parteichef Gernot Blümel: "Fakt ist, dass das vorgezogene Abdrehen der Beleuchtung die Sicherheit  der Menschen beeinträchtigt."

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

zet

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