Mi, 19. September 2018

Klagenfurt

18.10.2016 20:42

Magistratsmitarbeiter verweigern Pensionsantritt

Mit 65 Jahren weiterarbeiten und trotzdem Pension kassieren: Die Affäre um die angebliche uralte Sonderregelung im Klagenfurter Rathaus droht zu eskalieren! Zwei Magistratsbedienstete, die ab sofort pensionsberechtigt sind, wollen kommendes Jahr definitiv weiterarbeiten. Jetzt steht der Stadt ein Prozess ins Haus.

Am 4. Oktober ist den Mitarbeitern per Post mitgeteilt worden, dass ihr Dienstverhältnis mit Jahresende ausläuft, da sie das 65. Lebensjahr vollenden.

"Ihrem Wunsch wird widersprochen. Meine Mandantin geht davon aus, dass sie in einem unkündbaren Dienstverhältnis beschäftigt ist", heißt es nun im Schreiben eines St. Veiter Anwalts.

Ähnlich die Botschaft eines Klagenfurter Juristen: Sein Mandant sei "arbeitswillig und arbeitsbereit. Er möchte seiner beruflichen Tätigkeit zumindest bis zum 70. Lebensjahr nachgehen."

Bei Zahlung eines Jahresgehalts sei man aber bereit, an einer einvernehmlichen Lösung "mitzuwirken", heißt es im Schreiben weiter.

Im Rathaus zeigt man sich verwundert. Erst im September hatte die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben - mit dem Ergebnis, dass es keine unbefristeten Verträge geben könne, wenn einem Bediensteten rechtzeitig mit 65 die sogenannte "Auslaufmitteilung" überbracht werde.

Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler betont gegenüber der "Krone", dass es die Stadt "in jedem Fall" auf einen Prozess ankommen lasse. "Wer eine Pension erhält, kann nicht gleichzeitig einen Aktivbezug bekommen. Das werden wir ausjudizieren."

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