Mo, 24. September 2018

Mit Plaster geklebt

18.10.2016 17:18

Notreparatur von Ei rettet seltenes Kiwi-Küken

Eine Notreparatur an der Eierschale hat in Neuseeland ein seltenes Kiwi-Küken gerettet. Helfer mussten das eingedrückte Ei mit einem Stück Eierschale notdürftig zukleben, damit der Vogel bis zum Schlüpftermin überleben konnte, berichtete eine Mitarbeiterin des Naturparks Rainbow Springs am Dienstag. Das Küken, das am 13. Oktober schlüpfte (siehe Video), erhielt den Namen "Fissure" - englisch für "Riss" oder "Spalt".

Für "Fissure" war es ein Glück, dass Passanten das angeschlagene Ei in der Natur fanden und in den Naturpark bei Rotorua brachten. Dieser hat nämlich ein eigenes Kiwi-Zuchtprogramm und genau für solche Fälle stets saubere Kiwi-Eischalen vorrätig, wie Managerin Claire Travers erläuterte.

"Fissures" Ei war allerdings so stark beschädigt, dass Travers kaum Hoffnung auf Rettung hatte. "Aber das Schlüpfen war dann unglaublich", sagte sie. "Das Stück Schale, das wir eingeklebt hatten, ist gleichzeitig mit dem Rest des Eis gesprungen." Der junge Vogel sei fit und gesund. "Er hat im Gefieder über den Augen zwei weiße Flecken, er sieht ein bisschen aus wie Albert Einstein mit seinen buschigen Augenbrauen."

Vogel ist nur in Neuseeland heimisch
Der vom Aussterben bedrohte Kiwi ist nur in Neuseeland heimisch. Der flugunfähige braune Vogel mit dem langen Schnabel kann gut einen halben Meter groß werden. Es gibt nach Schätzungen nur noch etwa 60.000 Exemplare. Die meisten der Küken, die in der Wildnis schlüpfen, werden von eingeschleppten Arten wie Katzen oder Wieseln getötet.

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