24.09.2006 14:53 |

Volksmusik-Show

Schunkeln bis der Arzt kommt

„Das Warten hat ein Ende. Endlich ist wieder Stadlzeit!“ Mit diesen Worten wurde am Samstag eine neue Ära beim beliebten Schunkel-Dauerbrenner „Musikantenstadl“ eingeläutet. Der Stadl ging mit zahlreichen Neuerungen, illustren Gästen und freilich mit Neomoderator Andy Borg in Wiener Neustadt über die Bühne.

Mit dem guten alten Karl-Moik-Stadl hatte die Sendung nur mehr Volksmusik und Schlager gemein. Ansonsten wurde die Show von ihrem Moderator dominiert, der immer wieder - freilich erst nach hartnäckiger Überredung durch seine Gäste - selbst zum Mikrofon griff. Eine kleine „Andy-Borg-Show“ im Musikantenstadl, sozusagen…

Dem Publikum, darunter auch Noch-ORF-Programmdirektor Scolik, gefiel es sichtlich. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Arena Nova wurde geschunkelt, gelacht und geklatscht, was das Zeug hielt.

Seine zuvor mehrfach angekündigte Nervosität überspielte Borg eindringlich charmant durch ein wenig inszeniert wirkende Spontaneität und freche Witze über seine Person und insbesondere über seinen Körperumfang. Den schwelenden Gerüchten um einen Streit mit seinem Vorgänger Karl Moik machte Borg den Garaus, indem er dem Urvater des Stadls Grüße schickte: „Servas Koarl, wo auch immer du bist. Das wird immer dein Stadl bleiben.“

Hartgesottene Stadl-Fans wurden am Samstag mit zahlreichen Neuerungen konfrontiert. Auffallend war etwa die nagelneue, helle und freundlichere Dekoration und Stadlreporter Jan Smit.

Neu war auch der Nachwuchswettbewerb, in dem diesmal drei junge Nachwuchs-Schunkler aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zum Zug kamen.

Nicht dabei war das beliebte Moik-Rauhaardackel-Maskottchen „Wastl“, dafür sorgte das Humorduo „Waltraud und Mariechen“, das zwei schrille Witwen mimte, für „Spontan“-Comedy.

Bilder der Show findest du in der Infobox!

Sonntag, 09. Mai 2021
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