¿Bin gute Lehrerin¿

Prügellehrerin will Kinder wieder unterrichten

Es tut ihr alles unendlich leid! Jene 47-jährige Lehrerin, die in der Volksschule Wartberg ob der Aist einen zehnjährigen Buben mit den Füßen getreten hat und vom Dienst suspendiert worden ist, spricht in der „OÖ-Krone“ über ihr Blackout. Mit Leib und Seele Pädagogin, hat sie nur einen großen Wunsch: „Ich möchte wieder Kinder unterrichten.“

Es sei ihr einfach der Geduldsfaden gerissen, gesteht die spätberufene Lehrerin. Seit 15 Jahren unterrichtet sie, seit drei Jahren an der Vorzeigeschule in Wartberg ob der Aist. „Und ich bin eine gute Lehrerin, das bestätigen sicher alle Eltern.“

Das Blackout? „Es ist ein Bub, den ich eigentlich sehr mag. Und auch mit seinen Eltern hatte ich immer gutes Einvernehmen. Aber er ist groß und stark - und bisher habe ich es immer geschafft, die anderen vor ihm zu schützen, ehe es zu Zwischenfällen gekommen ist.“

Mehr will sie dazu nicht sagen, dem Buben auf gar keinen Fall schaden. Dessen Eltern übrigens wollten auch nicht gegen die Lehrerin vorgehen, alles im persönlichen Gespräch klären. Über andere Erziehungsberechtigte und die Anzeige des Arztes kam der Vorfall an die Öffentlichkeit - und löste Riesenwirbel aus.

Die Disziplinaranzeige läuft. Eine Kommission wird entscheiden, ob ein Verfahren eingeleitet wird.

 

 

Foto: Horst Einöder

Dienstag, 11. Mai 2021
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