Di, 25. September 2018

Fachkräfte für Kurz

09.10.2016 20:42

Salzburger Diplomatie für die Welt

Außenminister Sebastian Kurz (30), der am Samstag in Wals begeisterte, findet weltweit Anerkennung. Hinter ihm stehen viele Fachleute, die das Außenministerium am Laufen halten: Darunter die Krisen erprobte Petra Schneebauer vom Bürgerservice und sein Sprecher Thomas Schnöll, selbst ein gebürtiger Salzburger.

Ihr Job geht notfalls 24 Stunden, sieben Tage die Woche - wann immer es auf der Welt Krisen, Katastrophen, Terroranschläge oder Notfälle gibt, in die Österreicher involviert sind und Hilfe brauchen: "Die Bürger wenden sich nach Unfällen, bei Erkrankungen oder Notfällen in den Krisengebieten an uns", erklärt die gebürtige Welserin Petra Schneebauer, Leiterin des Bürgerservice im Außenministerium. Die als kleines Mädchen bei ihrer Großmutter im Lungau Skifahren gelernt und in Salzburg gelebt und studiert hat: "Die Anzahl der Auslandsreisen steigt kontinuierlich, die Österreicher sind immer häufiger unterwegs, vor allem nimmt die Anzahl betagter Reisender zu. Das heißt daher auch, dass die Hilfestellungen zunehmen."

2015 wurde weltweit von derzeit rund 100 österreichischen Vertretungen im Ausland in mehr als 570.000 Fällen konsularische Unterstützung geleistet. Und die Expertin warnt: "Reist man auf eigene Faust in ein von einer Reisewarnung betroffenes Land, dann kann auch kein konsularischer Schutz garantiert werden." Schneebauer spricht aus Erfahrung: Sie war stellvertretende Beraterin für Außenpolitik für Ex-Bundespräsident Heinz Fischer tätig und Botschafterin in Malta.

Walser managt die hohe, weltweite Diplomatie
An Sebastians Kurz Seite steht zudem mit Thomas Schnöll als Mediensprecher ein Profi aus Wals, auch er weiß: "Bilder wie Botschafter mit Sektglas in der Hand gehören längst der Vergangenheit an. Die österreichischen Vertretungsbehörden sind zu Dienstleistungsbetrieben geworden. Diplomatie ist vor allem in Zusammenarbeit mit vielen Firmen im Ausland gefragt." Die zahlreichen Anschläge und Krisenfälle fordern den Vater von zwei Kindern enorm: "Der mediale Druck ist gestiegen. Durch die sozialen Medien wie Twitter oder Facebook wird die Medienarbeit zusätzlich beschleunigt. Für die Familie ist der Job oft belastend, denn Krisen und Anfragen von Journalisten machen auch vor einem Wochenende nicht halt." Der 1971 in Salzburg geborene Schnöll war vorher als Botschafter in Tirana in Albanien und ist seit 1997 im diplomatischen Dienst tätig. Er war von 2004 bis 2009 Referatsleiter für den Westbalkan im Außenministerium und von 2010 bis 2013 österreichischer Generalkonsul in Chicago.

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