Mo, 23. Juli 2018

Gipfeltreffen

05.10.2016 19:42

Streit um laute Züge: Politik macht Zusagen

Gleisblockade, Beschimpfungen, Proteste: Bevor der Streit zwischen Anrainern und Lokführern wegen des lauten Hupens weiter eskaliert (siehe Bericht hier), rief der Deutschfeistritzer Ortschef Michael Viertler die Politik herbei. Landesrat Anton Lang und Landesbahndirektor Karl Schumet stellten sich den Bürgern - und gaben Zusagen.

"Das ist eine Verhöhnung!", ruft jemand. Rund 70 Leute sind gekommen. Man trifft sich beim Bahnübergang Himberg, um das laute Hupen der Züge zu demonstrieren. Aber heute wird sehr dezent gehupt, seltener als sonst und leiser. "Wäre es immer so, wären wir nicht hier. 106 Dezibel habe ich im Garten gemessen", berichtet ein Anrainer.

"Die Lebensqualität ist gleich Null"
Offenbar aus Kulanz haben die Lokführer jahrzehntelang nicht wie vorgeschrieben bei jedem kleinen Privat-Übergang gepfiffen. Jetzt tun sie es manchmal, teils sogar provozierend lange, und die Anrainer halten es nicht mehr aus. "Als wir vor vierzig Jahren hier gebaut haben, fuhr der Zug dreimal am Tag, jetzt 36-mal. Die Lebensqualität ist gleich Null", sagt eine Frau.

Alle traben zur Stocksporthalle. Die Bürger diskutieren hart, aber fair mit der Politik. Und siehe da, es gibt Ergebnisse: Landesrat Lang verspricht, dass die technische Sicherung der komplizierten Kreuzung Himberg mit 30. 6. 2017 fertig ist. So wird das Hupen dort hinfällig. Die 17 privaten Übergänge müsse man sich einzeln anschauen; teils kommen Sperrschranken. Bahndirektor Schumet will mit seinen Lokführern reden, damit Provokationen ausbleiben.

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