So, 23. September 2018

CAS bestätigt

04.10.2016 16:55

Scharapowa: Dopingsperre auf 15 Monate reduziert

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat die Sperre von Tennisstar Maria Scharapowa am Dienstag von 24 auf 15 Monate reduziert. Damit darf die frühere Nummer eins nach ihrem Dopingvergehen ab 26. April 2017 wieder antreten.

In diesem Jahr hatte Scharapowa unter anderem die French Open, Wimbledon, die Olympischen Spiele sowie die US Open verpasst. Auch bei den Australian Open im Jänner 2017 sowie den Turnieren im Frühjahr wird sie noch fehlen. Bei den French Open in Paris ab Ende Mai kann sie dank der CAS-Entscheidung aber wieder antreten.

Nach den härtesten Tagen ihrer Karriere sei nun "einer meiner glücklichsten", wurde Scharapowa in einem Statement am Dienstag zitiert. "Es fühlt sich an, als wäre mir etwas, das ich liebe, weggenommen worden und es wird sich sehr gut anfühlen, es zurück zu haben", sagte die 29-jährige Russin. Sie zähle die Tage bis zu ihrer Rückkehr.

Herzmedikament auf der Dopingliste
Ursprünglich war Scharapowa vom Tennis-Weltverband (ITF) für zwei Jahre bis Ende Jänner 2018 gesperrt worden. Gegen diese Entscheidung hatte sie Einspruch eingelegt. Der CAS begründete sein Urteil nun damit, dass die Russin keinen "signifikanten Fehler" begangen habe, eine Sperre über 15 Monate aber angemessen sei. Für die Revision hatte sich die höchste juristische Sportinstanz viel Zeit genommen. Die Bekanntgabe war zunächst bis zum 18. Juli geplant gewesen.

Anfang März hatte Scharapowa bekannt gegeben, dass sie im Jänner bei den Australian Open in Melbourne positiv auf die seit Jahresbeginn verbotene Substanz Meldonium getestet worden war. Es handelt sich um ein Herzmedikament, das auch die Regeneration verbessern soll.

Vor allem Athleten aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern wurde Meldonium nachgewiesen. "Ich habe von Beginn an Verantwortung übernommen - weil ich nicht wusste, dass dieses Präparat, das ich seit zehn Jahre einnehme, verboten wurde", sagte Scharapowa. Sie hoffe, "dass der Internationale Tennisverband sowie Anti-Doping-Tennisorgane und auch andere Verbände den Fall studieren werden. Damit keine andere Tennisspielerin das durchmachen muss, was ich erlebt habe".

Scharapowa hatte das Schreiben der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der ITF, dass Meldonium auf die Dopingliste gesetzt wurde, Ende vergangenen Jahres nicht beachtet. Bereits die ITF hatte eingeräumt, dass Scharapowa nicht bewusst Regeln verletzt habe, aber die Verantwortung für die Missachtung trage. Das maximale Strafmaß von vier Jahren hatte der Verband nicht angewendet.

WTA-Boss "froh, dass Maria auf die Courts zurückkehrt"
Die in Florida lebende Russin ist neben Serena Williams die prominenteste Spielerin auf der WTA-Tour. Sie galt bis vor diese Sperre als bestverdienende Sportlerin der Welt. Deren CEO Steve Simon freute sich dementsprechend über die Rückkehr der 35-fachen Turniersiegerin: "Wir sind froh, dass Maria 2017 auf die Courts zurückkehrt."

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