21.09.2006 11:08 |

Donau & Co. leiden

Vier von fünf Flüssen sind in schlechtem Zustand

Das Umweltministeriums ließ alle Fließgewässer mit einem Einzugsgebiet von über 100 Quadratkilometer untersuchten und erhielt ein bedenkliches Ergebnis: Nur einer von fünf österreichischen Flüssen ist in intaktem, also gutem ökologischem Zustand. Von den gesunden Gewässern ist allerdings nur ein Drittel geschützt, wie die Analyse des WWF weiter ergab.

Das Wasserland Österreich könne zwar weitgehend saubere Gewässer vorweisen, allerdings wurde bei 56 Prozent der Flüsse ein schlechter ökologischer Zustand festgestellt, erklärte Andreas Wurzer, stellvertretender Geschäftsführer des WWF. Die Gründe seien maßgebliche Beeinträchtigungen des natürlichen Flussverlaufes wie etwa Begradigungen oder unterirdische Ableitungen.

Steiermark schützt ihre Flüsse besonders gut
Die Steiermark steht laut WWF im Bundesländervergleich über Zustand und Schutz der untersuchten Gewässer an erster Stelle. Von 30,4 Prozent intakter Flussstrecken, stehen 49,5 Prozent unter Schutz. Kärnten hat mit 39,2 Prozent die meisten intakten Strecken, davon sind aber nur 15,7 Prozent vor Eingriffen sicher. Auch in Tirol wurden Schritte in die richtige Richtung gemacht, von 31 Prozent intakten Flussstrecken, werden immerhin 21,6 Prozent geschützt.

Revitalisierung und Sicherung
Ziel sei es nun, die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen, die vorschreibt, alle österreichischen Flüsse bis 2015 in guten ökologischen Zustand zu bringen. Dabei sei die dauerhafte Sicherung aller noch intakter Fließgewässer ebenso erforderlich, wie die Revitalisierung der beeinträchtigten Strecken. „Die Initiative liegt jetzt beim Umweltministerium und den Landeshauptleuten“, so Wurzer.

Montag, 17. Mai 2021
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