19.09.2006 13:05 |

Eltern verärgert

46.000 Kinderbetreuungs- Plätze zu wenig

In Österreich gibt es viel zu wenig Möglichkeiten, seine Kinder in Tagesheimen betreuen zu lassen: Laut Arbeiterkammer fehlen in dem Bereich 46.000 Betreuungsplätze, vor allem für die Null- bis Zweijährigen und die Schulkinder von sechs bis neun Jahren. Zudem würden nur 42 Prozent der vorhandenen Plätze jenen Kriterien entsprechen, die den Elternteilen ein höheres Arbeitszeitausmaß ermöglichen.

Wer kurz nach der Geburt wieder in den Job wechseln möchte, kann hierzulande mit Problemen konfrontiert sein, eine entsprechende Einrichtung zu finden.

Österreich ist hier in Europa Schlusslicht: Die Betreuungsquote liege bei nur zwölf Prozent, in skandinavischen Ländern wie Dänemark oder Schweden jedoch bei 68 bzw. 73,3 Prozent. Um das EU-weite Barcelona-Ziel einer 33-prozentigen Quote für die Null- bis Zweijährigen bis 2010 zu erreichen, müssten hierzu Lande jährlich 10.000 neue Plätze für Kleinkinder geschaffen werden.

Oberösterreich und Steiermark sind Negativbeispiele
Mängel sieht die AK auch bei den Angeboten für Schulkinder von sechs bis neun Jahren: Hier liegt die Quote bei nur 20 Prozent. Recht gut hingegen sei die Situation bei den Kindergärten, die im bundesweiten Durchschnitt 86 Prozent erreichen. Das Bundesland mit den besten Quoten für Klein- und Schulkinder ist Wien: Die Quote für Null- bis Zweijährige liegt bei 25 Prozent, jene für Sechs- bis Neunjährige bei 52 Prozent. Bei den Kleinkindern am schlechtesten liegen Oberösterreich und Steiermark mit sechs beziehungsweise sieben Prozent.

Sonntag, 13. Juni 2021
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