20.09.2006 08:51 |

Von Maden befallen

Wiener erst eine Woche nach Todesfahrt gefunden

Grausiger Fund neben der Ostautobahn Höhe Göttlesbrunn in Niederösterreich: Zwei Arbeiter der Autobahnmeisterei entdeckten Montagmittag in einem Jeep Cherokee, der in einer Baumkrone festhing, eine bereits verwesende Leiche. Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich dabei um einen 45-jährigen Wiener handelt, der am 13. September als vermisst gemeldet wurde.

"Ich habe schon einiges gesehen. Aber dieses Bild bekomme ich sicher nicht mehr so schnell aus meinem Kopf", so einer der beiden Arbeiter der Autobahnmeisterei Schwechat, die Montagmittag den grausigen Fund gemacht hat.

In einem uneinsehbaren Abhang neben der Ostautobahn Höhe Göttlesbrunn hing ein Jeep Cherokee verkehrt in einer Baumkrone. Darin kopfüber die bereits verwesende Leiche eines vorerst unbekannten Mannes. Nach sofortiger Alarmierung der Polizei war schnell klar: Bei dem Toten handelt es sich um einen 45-jährigen Wiener, der seit 13. September von seiner Familie als vermisst gemeldet wurde.

Nach ersten Vermutungen dürfte der Autolenker an jenem besagten Abend ungebremst über die Böschung katapultiert worden, mehrere Meter geflogen und in der Baumkrone gelandet sein. Da es aber keine Bremsspuren oder andere Anzeichen für einen Unfall an dieser Stelle gegeben hatte, dauerte es eine Woche, bis der verunglückte Mann in dem dichtbewachsenen Waldstück durch Zufall entdeckt wurde.

"Die Bergung war eine Herausforderung, körperlich, aber vor allem auch psychisch", so Claus Wimmer von der Freiwilligen Feuerwehr Bruck an der Leitha.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung; Symbolbild; Foto: Andi Schiel

Freitag, 18. Juni 2021
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