18.09.2006 21:53 |

Gefahr im Auto

Jedes 2. Kind falsch angegurtet

Von 140 angehaltenen Autos, in denen Kinder bis zwölf Jahren saßen, hat es bei jüngsten Schwerpunktkontrollen bei 30 Fahrzeugen schwere Fehler in deren Sicherung gegeben. In Summe wurden in jedem zweiten der angehaltenen Fahrzeuge Kindersitze oder Gurte falsch verwendet!

Die 30 gravierenden Fehler mussten von der Polizei sogar zur Anzeige gebracht werden, etwa wenn gar kein Kindersitz vorhanden oder dieser sehr gefährlich gesichert war. Falsche bzw. fehlende Kindersicherung ist nämlich ein Vormerkdelikt und wird mit einem Punkt und einer Geldstrafe geahndet.

Sitz des Gurtes häufigster Fehler
Bei 40 weiteren Fahrzeugen war die Kindersicherung „unzureichend“. Die Lenker wurden gemahnt und auf die Gefahren sowie die richtige Anwendung der Schutzeinrichtungen für Minderjährige hingewiesen. Laut Wolfgang Langer von der Wiener Polizei sei der häufigste Fehler der Sitz des Gurtes gewesen, der oft zu locker saß oder im Halsbereich verlief. „Der Sicherungsgurt sollte immer straff angezogen sein und über den Brustkorb verlaufen. Am Hals könne er bei einer Bremsung schwere Verletzungen erzeugen“, so Langer.

Kindersitze müssen Prüfnorm erfüllen
Bei der Anschaffung eines Kindersitzes solle man sich in einem Fachgeschäft beraten lassen und die Gebrauchsanweisung lesen, sagte Langer. Dort bekomme man auch im Gegensatz zu Billigsitzen aus Diskontern die neuesten Modelle, die der Prüfungsnorm (E 44/3) entsprechen. Alte Sitze sollte man nicht mehr verwenden, da sie nicht den neuesten Sicherungsstandards entsprechen, warnte Langer.

Dienstag, 22. Juni 2021
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