19.09.2016 17:04 |

In der Küche:

Marihuana in Einmachgläsern

Zusätzlich zu aller Erfahrung, Taktik und Technik kommt der Polizei auch manchmal der Zufall zu Hilfe: Kürzlich fragten Beamte einen Klagenfurter, ob sich dessen abgängige Schwester bei ihm in der Wohnung aufhalte. Dabei stieg den Polizisten ein unverkennbarer Geruch in die Nase: Cannabis! Der 26-Jährige hatte ein Kilo des Suchtmittels in Einmachgläsern abgefüllt.

"Das ist sehr viel", weiß Hansjörg Schabus vom Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos. Ein Kilo Cannabiskraut haben Beamte in der Küche des Klagenfurters entdeckt, in 18 Gläser abgefüllt. Der 26-Jährige gab an, vor etwa drei Wochen die 50 Pflänzchen abgeerntet zu haben. In einem eigenen Aufzuchtsraum in seinem Haus hatte er sie gut drei Monate lang unter Infrarotlicht aufgezogen.

Bei der freiwilligen Nachschau dieser Tage haben die Beamten auch Utensilien für die Arbeit an der Indoorplantage, Trafos und Lampen entdeckt und natürlich gleich demontiert.

Der Techniker, der derzeit keiner Arbeit nachgeht, gab an, das Suchtmittel zum Eigenkonsum angebaut zu haben. Bisher war der junge Mann in Kärnten nicht auffällig gewesen, in Oberösterreich war er jedoch einmal wegen eines Suchtgiftdeliktes betreten worden.

"Das Ergebnis des Reinheitsgutachtens steht noch aus", so Schabus. Ab einem THC-Wert von 20 Gramm gilt der Fall als Verbrechenstatbestand. Ermittelt wird auch, ob es Abnehmer gab.

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