18.09.2006 14:15 |

Verwüstungen

Taifun "Shanshan" wütet in Japan und Südkorea

Der Taifun "Shanshan" hat nach dem Durchzug über die japanische Südinsel Kyushu auch in weiten Landstrichen Südkoreas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde in Seoul brach in 3.000 Haushalten in den Provinzen Kyongsang und Busan am Montag die Stromversorgung zusammen, nachdem zahlreiche Strommasten umgeknickt waren.

In Japan starben nach Behördenangaben mindestens neun Menschen, ein weiterer wurde vermisst. 310 Menschen wurden verletzt. 12.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, rund hundert Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Meteorologen rechneten damit, dass "Shanshan" über dem Japanischen Meer einen Halbkreis zieht und dann die Insel Hokkaido treffen könnte.

Schlimmster Wirbelsturm der Saison
Der mit einem chinesischen Mädchennamen belegte Taifun war der schlimmste Wirbelsturm, der in dieser Saison Japan heimsuchte. Ein Zug wurde aus seinen Schienen gehebelt, in einem Hafenort der Präfektur Oita kenterte eine Fähre. Fünf Besatzungsmitglieder wurden ins Meer geschleudert, ein Mensch starb. Die meisten Todesfälle wurden von der Insel Kyushu gemeldet. In der Region von Tokio machte sich der Taifun vor allem durch außergewöhnlich starke Regenfälle bemerkbar.

Taifun zieht nach Russland weiter
Mit Geschwindigkeiten von mehr als hundert Stundenkilometern zog "Shanshan" über das Japanische Meer, zunächst über Südkorea und dann Richtung Russland. Für Mittwoch erwartete die japanische Wetterbehörde, dass der Wirbelsturm Richtung Osten abdrehen und dann auf Hokkaido treffen könnte. Die Küstenbewohner wurden vor hohen Wellen gewarnt.