16.09.2016 17:28 |

Nach Unwetter

Klagendie Afritzer den Bund?

Für Verunsicherung sorgten Wetterprognosen am Freitag in dem von einer Mure verwüsteten Ort Kraa bei Afritz. Weil Starkregen angesagt war, verließen viele Bewohner aus Angst vor einer neuen Katastrophe ihre Häuser. Unterdessen mehren sich die Stimmen, die den Bund nicht aus der Amtshaftung entlassen wollen.

Afritz ersucht seit 20 Jahren immer wieder um Verbauung des Tronitzerbaches. Der Schriftverkehr liegt der "Krone" vor, wir haben darüber berichtet - und auch über die ständige Ablehnung durch die Wildbach- und Lawinenverbauung. Weil dieser Bach ja nicht gefährlich sei, weil die Verbauung zu teuer sei und überhaupt und außerdem.

"Wenn das so ist, dann könnte man die Frage der Amtshaftung ernsthaft prüfen. Denn die Wildbach- und Lawinenverbauung gehört zum Landwirtschaftsministerium und ist damit ein Organ einer Körperschaft öffentlichen Rechts", stellt ein bekannter Rechtsanwalt aus Klagenfurt eine "Erstdiagnose" in diesem Fall.

Würde sich herausstellen, dass dem tatsächlich so ist, drohen dem Bund schon bald Millionenklagen.

Aber vorerst haben die Afritzer andere Sorgen, und die lassen sich unter dem Sammelbegriff "Stefanie" beschreiben. Das gleichnamige Tiefdruckgebiet sorgt für Angst und Flucht. Bürgermeister Max Linder wusste das bereits gestern, Freitag, am Vormittag: "Einige aus dem Ortsteil Kraa sind bereits wieder aus ihren Häusern, weil ja starke Regenfälle angesagt sind."

Vielleicht keine schlechte Entscheidung, hörte man gestern die Worte von Paul Rainer von der Zentralanstalt für Metrologie in Klagenfurt: "Vor allem in der Nacht zum Samstag kann es sehr starken Regen geben, auch durchsetzt mit Gewittern." Und auch die nächsten Tage werden Regen bringen, so der Meteorologe.

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