Mo, 18. Juni 2018

Filter versagt:

16.09.2016 10:56

Hardcore-Porno- und Nazi-GIFs in Apples iMessage

Passend zum Start des neuen iPhone 7 hat Apple auch sein neues Betriebssystem iOS 10 veröffentlicht. Das Update hat anfangs einige iPhones zerschossen, mittlerweile läuft die Verteilung aber halbwegs reibungslos. Dafür haben Nutzer des neuen Apple-Betriebssystems ein anderes Problem entdeckt: Die überarbeitete Chat-App iMessage hat ein Problem mit pornografischen und hetzerischen Inhalten. Bei Nazi- und Porno-GIFs versagen die Filter.

Stein des Anstoßes: Wie das IT-Portal "The Verge" berichtet, hat Apple bei der GIF-Suchfunktion, mit der Nutzer der Chat-App ihren Freunden animierte Bildchen schicken können, offenbar keine oder sehr schlechte Filter eingebaut. Wer beispielsweise nach dem Wort "Hintern" sucht, bekommt Hardcore-Porno-GIFs präsentiert. Doch das Problem geht noch viel weiter.

Achtjährige sah Oralsex-GIF
Die Mutter einer Achtjährigen klagt der Website, ihre Tochter habe ihrem Papa eine Nachricht schreiben wollen und die GIF-Suchmaschine aktiviert. iMessage förderte dabei ein GIF zutage, das ein Paar beim Oralsex zeigt. Die Mutter erzählt: "Ich habe ihr das Handy sofort weggenommen Sie hat das Wort "riesig" eingegeben, das an sich überhaupt nicht sexueller Natur ist. Es ist doch nur ein Wort!"

"Das ist etwas, das für ein kleines Kind ein ziemlich traumatisches Erlebnis sein kann", sagt die Mutter. Ihre Tochter habe zwar nicht realisiert, was sie da zu sehen bekam, sie sorge sich aber um andere Kinder, die durch ein eigentlich lustig gemeintes neues iMessage-Feature Hardcore-Bilder zu sehen bekommen könnten.

iMessage hat auch ein Nazi-Problem
Die GIF-Suchmaschine in iMessage findet allerdings nicht nur explizites Material, sondern auch Nazi-GIFs. Tippt man beispielsweise das englische Wort "Power" in die GIF-Suchmaschine ein, spuckt diese offenbar ziemlich witzlose Animationen mit "Heil Hitler"-Parolen, Hakenkreuzen und Hitlergruß aus. Auch hier entsteht der Eindruck, dass Apples Filtermechanismen versagen.

Wobei: Möglicherweise sind es Microsofts Filtermechanismen. Die GIF-Suchmaschine in Apples iMessage greift nämlich auf Bing als Suchanbieter zurück. Der Redmonder Softwaregigant hat sich aber noch nicht zu der Causa geäußert - ebenso wie Apple, wo man aber offenbar zumindest dafür gesorgt hat, dass das Wort "riesig" keine pornografischen Überraschungen mehr birgt.

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