16.09.2016 10:44 |

Rosental:

Luchs besuchte Wohnsiedlung

"Was ist das für eine riesige Katze?" - Da staunte eine Rosentalerin kürzlich, als am helllichten Tag ein Luchs auf leisen Pfoten durch ihren Garten bei Maria Elend schlich. Mit der Kamera hielt die Frau die Begegnung mit der scheuen Großkatze fest. Wildbiologe Paolo Molinari ist von der Sichtung "sehr begeistert".

"Jetzt haben wir den Beweis dafür, was wir längst vermutet haben", sagt Hegeringleiter Angelo Keil: "Bei uns ist der Luchs unterwegs!" Öfter schon haben die Weidmänner rund um St. Jakob im Rosental Fährten gefunden, die zur Großkatze passen würden, aber gesehen hat das "Pinselohr" bis dato noch niemand.

Begeistert über die Sichtung ist der erfahrene Tarviser Großraubwild-Spezialist Paolo Molinari: "Für unser Wiederansiedlungsprojekt ist der Hinweise wichtig."

Denn seit Jahren versucht Molinari die Luchs-Population zu stärken, die in den vergangenen Jahrzehnten bis auf drei Kuder, also drei einsame Männchen, in den Süd-Ostalpen geschrumpft ist. Erst 2014 hatte Molinari mit dem Forschungsverein "Progetto Lince Italia" die Schweizer Luchse "Jura" (Foto unten) und "Alus" im Kanaltal freigelassen. Diese hatten auch Nachwuchs. Molinari: "Wir wissen genau, wo die Elterntiere sind, 'Alus' ist in Deutschland, 'Jura' streift südlich der Karnischen Alpen in Italien durch die Wälder. Aber wir wissen nicht, wo der Nachwuchs steckt."

Nicht ausgeschlossen also, dass es sich bei dem Rosentaler Luchs um eines der Jungen von 'Alus' und ,Jura‘ handelt, das hier eine neue Heimat gefunden hat.

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