08.09.2016 10:30 |

"Krone"-Ombudsfrau

Baufirma mauerte Kamin von Familie zu

Man kommt aus dem Urlaub zurück und findet die Wohnung unter einer dicken Staubschicht vor. Dazu ist der Kamin für die Kombi-Therme weggerissen und zugemauert. So ergangen ist es einer dreifachen Mutter aus Wien, die seit mehreren Wochen kein Warmwasser mehr hat, weil der neue Besitzer des Mietshauses das Dach ausbaut...

Milena S. und ihre drei Kinder haben Glück gehabt, dass der Abgas-Wächter an ihrer Therme funktioniert hat. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können. Ihr Sohn wollte nach der Rückkehr aus dem Urlaub duschen, als sich das Gerät schon nach kurzem ausschaltete. "Ich rief sofort den Installateur an, und der sagte mir, dass es keinen Abzug mehr gibt. Ich hätte davon sonst nichts gewusst", schildert Frau S., die seit knapp 30 Jahren in ihrer Mietwohnung in Wien-Meidling wohnt.

Während ihres zweiwöchigen Urlaubs im August war einfach der Kamin weggerissen und zubetoniert worden. Wegen des Dachausbaus, den der neue Hausbesitzer vornimmt. Seit Wochen gibt es in der Wohnung der Familie deshalb kein Warmwasser mehr. Und Lösung ist keine in Sicht. Die dreifache Mutter wird lediglich hin und her geschickt und vertröstet. "Ich habe drei Kinder, zwei davon sind insulinpflichtig. Wir bekommen von niemandem Hilfe", wandte sie sich an die Ombudsfrau. Und die Heizsaison steht auch vor der Tür.

Die zuständige Hausverwaltung Hammerl Immobilien hüllt sich auch uns gegenüber in Schweigen. Und so etwas kann 2016 mitten in Wien passieren? Ernsthaft? Schläft die zuständige Behörde?

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