Fr, 22. März 2019
05.09.2016 15:59

Mehrere Problemfälle

Eigenes Heim für junge, problematische Flüchtlinge

Die jungen Afghanen, die in einem Asylheim ein Foltervideo gedreht und eine Erzieherin in ihrem Büro eingesperrt haben, sollen keinen Bezug zum IS haben, beschäftigen die Polizei aber seit Wochen. Weil es solche Problemfälle auch in anderen Einrichtungen gibt, wird überlegt, diese in eigene Heime verlegen zu lassen.

"Wir haben mehr Personal als wir laut Schlüssel haben müssten!", so Reinhold Eckart von den Kinderfreunden, die das Heim in Görtschach betreuen. "85 Prozent der Jugendlichen sind kooperativ. Aber zwei, die jetzt in die Schule müssten, kann man nicht ruhigen Gewissens hinschicken."

Das Problem sei, dass die Jugendlichen nach der Ankunft völlig unbetreut neun Monate im Auffanglager warten. "Man schickt sie ohne Sprachkenntnisse weiter. Es gibt keine Daten, auch nicht über ihre Krankheiten. Die hat das Ministerium abgeschafft." Dieses Problem will Landeshauptmann Peter Kaiser bei der nächsten bundesweiten Flüchtlingssitzung ansprechen.

Eckart: "Wir werden allein gelassen. Und das mit sehr wenig Mitteln." Der Tagessatz betrage 90 Euro; unter 150 Euro sei aber nicht einmal psychologische Betreuung machbar.

Und es gebe ein weiteres Problem: "Manche Burschen akzeptieren die Frauen einfach nicht. Leider haben wir zu wenig männliche Pädagogen."

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