Di, 19. Juni 2018

Seniorenparadies

03.09.2016 16:47

Kärnten als Florida Österreichs

Seit Jahren wird die Abwanderung der Jugend und die Überalterung Kärntens beklagt. Jetzt wird umgedacht. "Was man nicht ändern kann, soll man nutzen", sagt Margit Heissenberger von der "Initiative für Kärnten" und setzt auf Freizeitangebote für Senioren. Fernziel: Kärnten als das "Florida" Österreichs zu positionieren.

Der US-amerikanische Staat Florida gilt schon seit Jahrzehnten als das Rentner-Paradies. Ein angenehmes Klima, die entsprechende Infrastruktur und zahlreiche Freizeitaktivitäten von Golfen bis Schwimmen locken Senioren aus ganz Nordamerika in den sonnigen Süden.

Ein Erfolgsmodell, das auch auf Kärnten umgelegt werden könnte, meint Heissenberger: "Unser Bundesland könnte als Region aufgebaut werden, in der man in Zukunft aktiv und gesund altern kann! Die Umweltgegebenheiten sind sehr gut, die Seehöhe passt für ältere Menschen, das Klima ist relativ stabil."

Die Idee stammt vom Meinungsforscher Manfred Bachmayer, welcher die "Initiative für Kärnten" als Freund des Landes unterstützt. Heissenberger: "Bachmayer hat uns empfohlen: Macht nichts gegen den Trend! Und dass die Zahl der Senioren in Kärnten stark ansteigt, ist bekannt. Gründe dafür sind sowohl der Geburtenrückgang wie auch die Abwanderung."

Statt zu jammern, will die "Initiative für Kärnten" nun den Anstoß geben, diese Gegebenheiten zu nutzen: "Entsprechende Angebote für Senioren werden in Zukunft zu einem ganz großen Thema werden. Natürlich auch für die Wirtschaft."

Wie die Initiative überhaupt ihr Netzwerk nützen will, um Projekte in Kärnten anzuregen. Die unabhängige Plattform, deren Geschäftsführerin Heissenberger ist, wurde im Vorjahr gegründet: "Wir sind keine Förderstelle und wir haben kein Geld. Wir arbeiten mit der Freude und Begeisterung der Leute."

Offenbar erfolgreich: In acht Monaten hat man bereits an die 40 Projekte aufgestellt. Dazu gehören Fitnesschecks für kleine und mittlere Unternehmer ebenso wie Integrationshilfe für Flüchtlinge und ein Stammtisch in Wien, bei dem Kärntner Unternehmen "ausgewanderten" Kärntnern zwecks Rückkehr in die Heimat freie Arbeitsplätze offerieren sollen.

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