Mi, 20. März 2019
02.09.2016 14:40

Treffen mit Kurz

"Interessanter" Besuch des "Boris Brexit" in Wien

"Es war sehr interessant." Außenminister Sebastian Kurz, sonst ein Meister der Eloquenz, musste doch etwas nach Worten ringen, nachdem Großbritanniens strohblonder Außenminister Boris Johnson - genannt "Boris Brexit" - wie ein Wirbelwind zu ihm ins Ministerium hineingepoltert und bald wieder hinausgepoltert war. Dennoch hinterließ er deutliche Spuren.

"Wir verlassen nicht Europa, wir verlassen die Europäische Union, und wir sind an einer starken EU interessiert", brachte der britische Außenminister und Wortführer der Brexit-Kampage seine Haltung kurz auf den Punkt. "Wir wollen eine starke Partnerschaft mit der EU und auch immer engere Beziehungen zu Österreich." Außenminister Kurz teilte im "Krone"-Gespräch die Bemühungen, das Land so eng wie möglich an der EU zu halten: "Großbritannien ist erstens ein großer Wirtschaftspartner und zweitens wichtig für die Sicherheit auf dem Kontinent."

Nach Austritt umfassendes Wirtschaftsabkommen mit EU
Diplomaten, die an den Ministergesprächen teilnahmen, wollen folgende aktuelle Haltung der britischen Regierung erkannt haben: Der Brexit ist klar, es gibt kein Zurück. Die Austrittsverhandlungen sollen eher rasch beginnen. Die Zuzugsbeschränkungen sollen kommen, und weil dann eine weitere volle Teilnahme am EU-Binnenmarkt nicht möglich wäre, wird ein umfassendes Wirtschaftsabkommen mit Brüssel angestrebt. Die Wirtschaftspolitik Großbritanniens wird eine entschieden liberale Marktwirtschaft sein.

Johnson: "Stolzer Besitzer einer Kuhglocke aus Österreich"
Im Hinblick auf Österreich kam der frühere Londoner Bürgermeister in seinem kurzen Statement auch auf das "Cable Car" über die Themse und die am Bau beteiligte Vorarlberger Seilbahnfirma Doppelmayr zu sprechen: "Ich bin stolzer Besitzer einer Kuhglocke, die ich von Doppelmayr bekommen habe", sagte er. Der Bau sei "eine österreichische Investition in London" gewesen, "für die wir sehr dankbar sind".

Vom Brexit-Wortführer zum Außenminister
Johnson ist seit Juli Außenminister seines Landes. Er war einer der Wortführer des Austrittslagers im Vorfeld des britischen EU-Referendums am 23. Juni und stellte sich mit dieser Haltung gegen den damaligen Premierminister David Cameron, einen Tory-Parteifreund. Cameron kündigte nach dem Referendum, bei dem rund 52 Prozent für einen Austritt des Landes aus der EU stimmten, seinen Rücktritt an. Seine Nachfolgerin Theresa May machte Johnson zum Außenminister.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Völlige Neuauflage
BMW S 1000 RR: Ihre Stärken - und ihre Schwäche
Video Show Auto
Für 80 Millionen Euro
Wird ER der neue Arjen Robben bei Bayern München?
Fußball International
Islamisten, Neonazis
Katia Wagner: Terror - was dürfen die Medien?
Video Show Brennpunkt
Fußballer des Jahres
Arnautovic selbstbewusst: „Es gibt keine Krise!“
Fußball International
Vor dem CAS
Financial Fairplay: PSG „gewinnt“ gegen UEFA!
Fußball International
„Alte Liebe zu Altach“
Neuer Altach-Trainer Pastoor setzt auf Kontinuität
Fußball National
Verspannungen lindern
Gassigehen gegen Kreuzweh
Gesund & Fit

Newsletter