Mo, 17. Dezember 2018

Persönlich ist out

29.08.2016 15:17

Was guckst du? Sex im Netz auf Platz 1

"Das Internet landet bei der Partnersuche von 0 auf Platz 1 in nur 15 Jahren - das ist eine kleine Revolution", so Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at., die in einer aktuellen Studie untersuchte, wie sich digitale Medien auf die Liebe auswirken...

Eine repräsentative Studie, die im Auftrag der Online-Partneragentur PARSHIP.at von marketagent.com durchgeführt wurde, befragte 1.003 Personen zwischen 18 und 69 Jahren - Fazit: Mehr als die Hälfte der österreichischen Paare hat sich in den letzten 15 Jahren kennen gelernt, deren Beziehungen sind also nach dem Aufkommen der Online-Partnersuche entstanden. Das Internet ist auch jener Ort, wo sich seither die meisten Paare gefunden haben: 25 Prozent geben an, ihre Liebe dem Internet zu verdanken.

Flexibel & große Auswahl

Dabei werden die flexible Suche sowie die große Auswahl an Partnern als wichtigste Vorteile genannt. Vor allem junge Menschen und Salzburger nutzen zudem die Möglichkeit, über soziale Netzwerke oder Google mehr über den potenziellen Partner zu erfahren.

Sag's digital

Im Alltag verdrängen digitale Medien zwar nicht die persönliche Kommunikation mit dem Partner, aber ergänzen sie zunehmend: 7 von 10 Paare der digitalen Ära kommunizieren täglich via SMS oder WhatsApp. Eine Liebeserklärung wird dann aber doch lieber persönlich gemacht. Bei 70 Prozent aller Paare gibt es bewusst digitalfreie Zeiten.

#Trend 1: Partnersuche bleibt eine Herausforderung

Vor allem Kärntner, Wiener und Steirer sowie junge Menschen glauben, dass die Suche nach dem Traumpartner früher einfacher war. Caroline Erb, Psychologin bei PARSHIP.at: "Als Gründe werden angege-ben, dass man heute wählerischer ist und sich vor allem selbst verwirklichen will. Andererseits finden Paare, die sich in der digitalen Ära kennen gelernt haben, dass die Partnersuche heute einfacher ist, weil es mehr Möglichkeiten gibt, den Richtigen zu finden."

#Trend 2: Flexibilität und Auswahl sind Trumpf

Die Partnersuche ist heute jederzeit und von überall aus möglich - das ist die größte Veränderung, die digitale Medien verursacht haben. Erb: "Das eröffnet für alle, die im Alltag zu wenig Zeit oder aufgrund beruflicher Verpflichtungen keine Gelegenheit haben, sich nach einem Partner umzusehen, neue Chan-cen." Die große Auswahl an Kandidaten sowie die Tatsache, dass ein sorgfältig ausgefülltes Online-Profil einiges über den potenziellen Partner verrät, sind weitere Pluspunkte der Partnersuche im Internet. Dass sie zu mehr Dates führt, glauben vor allem ältere Befragte.

#Trend 3: Google wird zum Komplizen

Vier von zehn Salzburgern haben schon einmal "Detektivarbeit" geleistet, um mehr über einen möglichen Partner zu erfahren. Auch junge Menschen bis 30 sind bei der Onlinerecherche betreffend einen potentiellen Partner sehr eifrig, während Tiroler und Vorarlberger sowie ältere Befragte zurückhaltender sind. "Der gläserne Mensch macht auch vor der Partnersuche nicht halt", analysiert Erb. "Es wird zunehmend selbstverständlich, Personen im Netz zu recherchie-ren, so wie man sich früher im Freundes- oder Bekanntenkreis umgehört hat. So kann die natürliche Neugier über den potenziellen Partner dank digitaler Medien deutlich besser gestillt werden."


#Trend 4: Heute findet man sich online


Seit Bestehen der Online-Partnersuche ist jede vierte Partnerschaft im Internet entstanden. Während sich bis 2001 nur 1 Prozent der Paare mit Hilfe des In-ternets gefunden hat, sind es 15 Jahre später bereits 25 Prozent. Somit führt das Internet die Liste jener Orte an, wo man den aktuellen Partner gefunden hat, gefolgt von Freunden, Ausgehen und dem Arbeitsplatz. Erb: "Man kann definitiv von einem Kulturwandel sprechen. Das Internet landet bei der Partnersuche von 0 auf Platz 1 in nur 15 Jahren - das ist eine kleine Revolution."

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red

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