11.09.2006 18:22 |

Jugend ohne Arbeit

ÖVP, SPÖ und BZÖ machen Versprechungen

Nachdem die ÖVP bei ihrer Klausur angekündigt hat, die Jugendarbeitslosigkeit "zum Verschwinden" bringen zu wollen, haben auch SPÖ und BZÖ die Jugendarbeitslosigkeit thematisiert. Beide Parteien konstatieren eine zu hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen. Arbeitsminister Bartenstein versprach, dass künftig kein Jugendlicher länger als drei Monate auf einen Arbeitsplatz warten muss.

Bartenstein sagte, das AMS sei angewiesen, Jugendliche, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, innerhalb von drei Monaten zu vermitteln oder einen Ausbildungsplatz anzubieten. So kann, gemäß dem ÖVP-Ziel, die Jugendarbeitslosigkeit zum Verschwinden gebracht werden. Im August waren in Österreich laut Bartenstein 34.211 Jugendliche von 15 bis 24 Jahre ohne Job, um 11,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Gusenbauer: "Leere Versprechungen"
Für SPÖ-Chef Gusenbauer sind das "leere Versprechungen", wohingegen seine Partei "klare Konzepte" anzubieten habe. Er bekräftigte sein Versprechen, in den nächsten vier Jahren die Jugendarbeitslosigkeit halbieren zu wollen.

Westenthaler: "Renaissance der Handwerker"
Auch BZÖ-Chef Peter Westenthaler hält die Jugendarbeitslosigkeit für "eindeutig zu hoch". Er forderte eine "gesellschaftliche Umbildung" und eine "Renaissance der handwerklichen Berufe" in Österreich, denn im Moment sei das Prestige der Lehrberufe zu schwach. Das BZÖ tritt für eine Entlastung der Lehrlinge bei den Kosten der Berufsreifeprüfung ein sowie für eine Reform der Berufsschulen zur Modernisierung der Ausbildung.

Freitag, 14. Mai 2021
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