Sa, 18. August 2018

Shitstorm tobt

25.08.2016 12:34

"Deus Ex": Wirbel um In-Game-Shop trotz Vollpreis

Square Enix schickt dieser Tage seinen kybernetisch aufgemotzten Agenten Adam Jensen in sein neuestes Abenteuer: "Deus Ex: Mankind Divided". Doch das Cyberpunk-Game, in dem Kybernetik-Krieger wie Jensen als Ausgestoßene leben, sorgt für Unmut bei den Spielern: Obwohl es 60 Euro kostet, bietet der Publisher im Spiel einen Shop mit Mikrotransaktionen an.

Konkret kann der Spieler gegen Bares Spielgeld und kybernetische Aufrüst-Module kaufen, berichtet das IT-Portal "Ars Technica". Das nehme der Kampagne allerdings viel von ihrem Reiz: Die Aufrüst-Module wurden von den Entwicklern sinnvoll in der Kampagne verteilt, wer sie gegen Echtgeld kauft, ruiniert damit nach Auffassung des Technikportals seine Spielerfahrung. Und Spielgeld liege im Game zur Genüge herum, es für echtes Geld zu verkaufen, sei sinnlos.

In den sozialen Netzwerken hat Square Enix mit dieser Vorgehensweise einiges an Kritik auf sich gezogen. Manche Spieler erklären gar, durch die Mikrotransaktionen sei das ganze Game uninteressant für sie geworden.

Manche Kommentatoren unterstellen Square Enix zudem, die Mikrotransaktionen bewusst erst nach dem Start des Spiels aktiviert zu haben. Die vom Publisher ausgeschickten Testversionen enthielten die Bezahlinhalte nämlich noch nicht, wodurch die Geldmacherei im Vollpreisspiel in kaum einem Testbericht zu "Deus Ex: Mankind Divided" thematisiert wurde.

Beim Publisher relativiert man die Vorwürfe der Spieler naturgemäß. Im Online-Forum "Reddit" erklärt ein Vertreter vom Entwicklerstudio Eidos Montreal, das Spiel sei hundertprozentig unabhängig von den Mikrotransaktionen ausbalanciert worden, die Bezahlinhalte hätten also keinerlei Einfluss auf das Spielerlebnis.

Am Vorwurf der Gamer, man versuche hier, mit einem Vollpreisspiel nachträglich nochmals Geld zu scheffeln, ändert das freilich wenig.

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