12.09.2006 13:56 |

Gleich hebt es ab!

Luxus-Cabrio mit riesigen Flügeltüren

Man merkt, dass die Franzosen in Paris ein Heimspiel haben: Eine Studie ist toller als die andere. Renault zeigt, dass man nicht nur Kleinwagen und Familienkutschen drauf hat, sondern auch so richtig fetten Luxus. Und Innovation. „Nepta“ heißt der Ausdruck des Verschwenderischen.

Dabei spart man gleich einmal. Beim Dach nämlich. Nepta ist ein elegantes und dynamisches Oberklasse-Cabrio, das als Konkurrenten – wenn es denn gebaut würde – nur Bentley hat. Kein anderer Hersteller bietet einen offenen Viersitzer von diesem Format. 

Gar nicht sparsam und absolut einzigartig ist das Türkonzept: Zwei überdimensionale Flügeltüren – links und rechts je eine – ermöglichen den Zutritt zum edlen Fahrgastraum. Ganz nebenbei fällt der Blick auch noch auf einen Teil des Motors. Dank dieser spektakulären Türen, die keine Griffe benötigen, ist die Seitenlinie komplett glatt. 

Neptuns Schwester
Der (oder muss man sagen „die“?) Nepta hat etwas von einem edlen, schnittigen Motorboot. Das haben die Designer durchaus beabsichtigt. Insgesamt wollen die Franzosen Anklänge an die Blütezeit des luxuriösen Automobildesigns der frühen 1930er Jahre wecken. 

Wellenförmige Seitenlinie
Der Nepta zeichnet sich auf den ersten Blick durch seine ausgewogene Linienführung aus. Die wellenförmig geschwungene Seitenlinie bricht das Licht und erzeugt dadurch interessante optische Effekte. Das gestreckte Profil wird durch die Farbgestaltung des unteren Karosseriebereichs in anodisiertem Aluminium verstärkt.

Die Frontansicht wirkt dank des kurzen Überhangs und des tief liegenden Lufteinlasses besonders ausdrucksstark. Auf der weit heruntergezogenen Fronthaube funkelt der Renault Rhombus wie ein Edelstein in seiner Fassung. Die aus drei Einheiten bestehenden Scheinwerfer (Tagfahrlicht, Abblend- und Fernlicht, Kurvenlicht) arbeiten mit LED-Leuchten (Licht emittierende Dioden). Die Technologie für die Funktionen Abblend- und Fernlicht basiert auf dem Prinzip von Reflektion und Diffusion des Lichtes. Der von den Hauptscheinwerfern emittierte Lichtstrahl wird von den transparenten, kristallförmigen Einheiten reflektiert. Lichtmenge und –verteilung passen sich dank ihrer elektronischen Steuerung den jeweiligen Fahrbedingungen an. Die bumerangförmigen, erstmals im oberen Bereich der Kotflügel platzierten Blinkerleuchten unterstreichen deren elegante Wölbung. 

Im Innenraum verbirgt sich die Technologie dezent und unaufdringlich im Hintergrund. Die Armaturentafel scheint zu schweben. Die Frontscheibe verlängert sich als transparentes Modul, durch welches das Pedalwerk zu sehen ist. Ein lederbezogene Halter trägt den Tachometer und verläuft spitzbogenförmig über den Instrumenten. Seine Gestaltung erinnert an die hohe Schule des Automobilbaus, während Aluminium-Applikationen zeitgemäße Kontraste setzen. Auch in der Verbindung von analoger und digitaler Anzeige drückt sich die Harmonie von Klassik und Moderne aus.  

Fest verankerte Sitze - bewegliche Pedalerie
Die Sitze sind fest im Fahrzeugboden verankert. Für eine optimale Sitzposition kann der Fahrer Pedalerie, Lenkrad und Instrumententräger elektrisch verstellen. Eine Brille und kleinere Gegenstände lassen sich bequem in den dafür vorgesehenen Schubfächern im Armaturenbereich ablegen. Die Mittelkonsole bietet zwischen den Fondplätzen ein separates Schubfach. 

Eine rote Lederverkleidung dient als Übergang zwischen Motor- und Innenraum. Die vier Sitze sind mit bedrucktem Leder bezogen und werden mit so genannten „Foils“ (kielförmige Befestigungselemente aus Aluminium), die an die Welt des Segelns erinnern, fest am Fahrzeugboden fixiert.

In den Rückenlehnen der Frontsitze befinden sich TV-Bildschirme mit ein- und ausfahrbarer Schutzabdeckung. Lederschnüre, die an die Haute Couture erinnern, erlauben das Verstauen von Dokumenten und Zeitschriften. Zwischen den Vorder- und Hintersitzen positionierte transparente Windschotts schützen die Fondpassagiere vor unangenehmen Luftverwirbelungen.  

Sechszylinder mit sieben Automatik-Gängen
Der längs eingebaute 3,5-Liter-Benzinmotor des Nepta leistet dank Biturbo-Aufladung und Direkteinspritzung 309 kW/420 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 560 Nm. Damit beschleunigt das Schiff in nur 4,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Automatik bietet sieben Fahrstufen.

Ein Dach gibt es natürlich schon. Das edle Tuch spannt sich auf Knopfdruck über die Passagiere.

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