Magersucht

Junge Grieskirchnerin hungerte sich zu Tode

Dieser furchtbare Wahn, dass dünn sein schön ist: Ihre Magersucht kostete eine 22-jährige Grieskirchnerin nun das Leben: Die junge Frau war vor acht Wochen sehr geschwächt und schon halb verhungert mit nur noch 39 Kilogramm ins Spital eingeliefert worden. Sie bekam in einer Wiener Klinik eine Lungenentzündung dazu und starb in der Vorwoche an multiplem Organversagen.

Die junge Frau hatte schon mit 15 Jahren zum ersten Mal an Magersucht gelitten, sich damals aber wieder erholt. Vor eineinhalb Jahren begann die sinnlose Sucht nach Schönsein durch Hungern erneut. Diesmal war es der Beginn eines Todes auf Raten, berichtet der gebrochene Vater: „Sie wollte immer nur abnehmen, hatte so Zeitschriften mit diesen ganzen superdünnen Models und Schauspielerinnen. Aber wir waren machtlos. Sie war volljährig, da hast du als Elternteil keine Chance, wenn du sie ärztlich behandeln lassen willst. Du kannst sie höchstens entmündigen lassen. Sie hat immer nur ganz minimal gegessen, aber viel getrunken. Sonst hätte sie ohnehin nicht so lange durchgehalten.“

Seine Tochter hatte in der Lehrzeit in einer Bäckerei gearbeitet, einst bei einer Größe von 1,70 Meter gesunde sechzig Kilo gehabt. Mit 39 Kilo wurde sie ins Krankenhaus eingewiesen. Doch sie konnte nicht mehr gerettet werden, hatte bei ihrem Tod nur noch 33 Kilogramm.

 

 

 

Symbolfoto: AP

Dienstag, 22. Juni 2021
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