10.09.2006 14:33 |

Trotz Mega-Krise

Frenkie Schinkels bleibt Trainer der Austria

Trotz des Rückfalls auf den letzten Tabellenplatz bleibt Schinkels zumindest vorerst Trainer des amtierenden österreichischen Doublegewinners Austria. Darauf einigten sich Sportdirektor Stöger und Schinkels in einem ausführlichen Gespräch nach der 0:1-Niederlage am Samstag in Altach. Unmittelbar nach Spielende hatte der Austria-Coach seine Position noch selbst massiv in Frage gestellt.

"Gleich nach dem Spiel war Frenkie ein bisschen aufgewühlt", erklärte Stöger die Aussagen seines Betreuers ("Wenn man im Verein der Meinung ist, dass ein Trainerwechsel hergehört, dann muss man darüber reden"). Nun steht die Aufarbeitung der jüngsten sportlichen Tiefschläge sowie die Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Auswärtsmatch am Donnerstag gegen Legia Warschau auf dem Programm.

Stronach spricht das Machtwort
Die letzte Entscheidung, ob Schinkels in Polen auf der Betreuerbank sitzen wird, trifft aber nicht Stöger, sondern der scheidende Mäzen Stronach. "Wir hatten bisher noch keinen Kontakt zu ihm. Wenn er etwas ändern will, wird er sich melden, ansonsten arbeiten wir normal weiter", sagte der Sportdirektor.

"Jetzt muss jedem klar werden, dass wir im Abstiegskampf sind, so lange wir da unten sind. Schön spielen und in Schönheit sterben gibt's nicht mehr", betonte Stöger, ist aber auch überzeugt: "Von den Burschen unterschätzt keiner die Situation."

Den historischen Tiefstand (noch nie lag die in dieser Saison noch sieglose Austria nach acht Runden am Tabellenende) erklärte der Sportdirektor zum Teil auch mit mangelndem Spielglück. "Wir verlieren ja keine Partie klar. Aber es fehlt jedes Mal ein bisschen, und daran müssen wir arbeiten." Hauptverantwortlich für den schlechtesten Start eines Titelverteidigers in der Geschichte sei aber der personelle Aderlass im Sommer.

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