11.08.2016 16:37 |

Klagenfurt

Parkschein fiel auf Sitz: Mann muss Strafe zahlen

Ein Parkschein, der sich "selbstständig" gemacht hat, war Auslöser für ein einjähriges Verfahren am Verwaltungsgericht: Ein Feistritzer in Klagenfurt hatte das Ticket hinter die Windschutzscheibe geklemmt, der Wind wehte es aber auf den Fahrersitz. Eine "Frau Parksheriff" gab ihm trotzdem einen Strafzettel.

"Als ich damals zu meinem Cabrio kam, war die Dame von der Parkraumüberwachung gerade dabei, mein Auto von allen Seiten zu fotografieren", erinnert sich Bruno Arneitz.

"Als ich hörte, dass da kein Parkschein wäre, sah ich nach und bemerkte, dass er auf dem Fahrersitz lag. Ich griff hin, nahm ihn und reichte ihn sofort weiter."

Die Frau nahm das Ticket nicht an; übergab nach heftiger Diskussion die Anzeige und ging. Arneitz beschwerte sich bei der Firma; hatte aber auch kein Glück.

Als die Anzeige kam, erhob er Einspruch, dieser wurde zurückgewiesen; es kam zur Verhandlung. "Jetzt zahle ich 72 Euro!", ärgert er sich. Es ging um ein 60-Cent-Ticket.

Der Feistritzer fragt sich "Gibt es für die Mitarbeiter des Wachdienstes denn keinen Ermessensspielraum? Das Ticket war doch da!"

Wie vergangene Beispiele zeigen, sind die Regeln in der Landeshauptstadt besonders streng. Bürgermeisterin Maria Luise-Mathiaschitz: "Das Ticket war einfach nicht dort, wo es hätte sein sollen. Kulanz gilt nur, wenn Autofahrer kurz zum Automaten gehen, um einen Parkschein zu holen. Sonst nicht."

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