Satanisches Raa666:

Teufels-Pokémon in orthodoxer Kirche im 3. Bezirk

Satanisches Pokémon in Wien? Die russisch-orthodoxe Kirche hat jetzt offiziell Beschwerde eingereicht. Denn: Das "Pokémon Go"-Wesen mit der teuflischen Bezeichnung "Raa666" kann in der Kathedrale des Heiligen Nikolaus im 3. Bezirk gefangen werden.

Mit der Zahl 666 wird in der biblischen Offenbarung des Johannes der Antichrist, also der Teufel, bezeichnet, "Raa666" war laut der Aussendung des Orthodoxen Informationsddienstes inmitten des Altarraum der Kirche platziert worden. Im Schreiben an die Betreiberfirma Niantic Labs Inc wird eine "unverzüglich dauerhafte" Entfernung des Pokemon verlangt.

Die russisch-orthodoxe Kirche stellte zudem fest, dass die Kathedrale des Hl. Nikolaus ein Gotteshaus ist, "ein sakrales Bauwerk, und als solches ausschließlich dem gottesdienstlichen Gebrauch vorbehalten". Demnach kann eine "Verwendung" der Kirche "als Ort für ein Spiel" nicht hingenommen werden. Das ist nicht die erste Beschwerde aus kirchlichen Kreisen: Zuvor schon hatte Dompfarrer Toni Faber gegen Pokemon im Stephansdom protestiert.

Auch andere Orte wurden schon unfreiwillig zu Tummelplätzen von "Pokemon Go"-Spielern. Eines konnte am Eingang zum KZ Auschwitz gefangen werden, aber auch auf Friedhöfen tummeln sich gerne Charaktere, weshalb die Bestattungen schon zu pietätvollen Verhalten aufrufen mussten.

zet

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