Do, 16. August 2018

Sensationsfund

29.07.2016 17:43

Bösartiger Tumor in 1,7 Mio. Jahre altem Knochen

Forscher in Südafrika haben in einem rund 1,7 Millionen Jahre alten menschlichen Fußknochen einen bösartigen und in einem fast zwei Millionen Jahre alten Wirbelknochen einen gutartigen Tumor nachgewiesen. Es sei die bei Weitem älteste belegte Krebserkrankung eines menschlichen Vorfahrens, teilte die Witwatersrand Universität in Johannesburg am Freitag mit.

"Die moderne Medizin neigt dazu, Krebs und Tumore bei Menschen für Krankheiten zu halten, die von den modernen Lebensweisen und der Umwelt verursacht werden", sagte Edward Odes, leitender Autor, der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Eine zweite Studie, ebenfalls veröffentlicht im "South African Journal of Science", dokumentiert einen gutartigen Tumor in einem Rückenwirbel eines jugendlichen Australopithecus sediba, der vor rund zwei Millionen Jahren gelebt haben soll. "Die Geschichte dieser Arten von Tumoren und Krebserkrankungen ist eindeutig komplexer als zuvor angenommen", sagte Lee Berger, der an beiden Studien beteiligt war.

Bisher ältester Tumor war 120.000 Jahre alt
Bisher reichte der älteste Nachweis einer menschlichen Tumorerkrankung bei einem Neandertaler rund 120.000 Jahre zurück. Beide Forschergruppen verwendeten modernste Computertomographie-Technologien, um die Erkrankung zu rekonstruieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.