Am Stephansplatz

Die wahre Geschichte der falschen Mozarts

Sie stehen gestaffelt und fangen die Touristen ab: Die falschen Mozarts, die vor dem Stephansdom Karten für Klassikkonzerte verkaufen. Aber woher kommen sie, wer sind diese Menschen, die in brütender Hitze mit Perücke und Gehrock Kunden keilen? City4u hat sie gefragt...

Kimi, etwa: Er ist 31 Jahre alt, kommt aus dem Kosovo, studiert Wirtschaft und arbeitet nebenbei als "Mozart", um sich etwas dazuzuverdienen.

Oder Andrea (27) aus Rumänien. Sie ist die einzige MozartIN. Andrea steht kurz vor dem Abschluss ihres Romanistik-Studiums. Warum sie diesen Job macht? "Ich komme unter die Leute und brauche das Geld." Viel ist es nicht, 400 Euro und eine kleine Prämie, wenn sie extraviel Konzert-Tickets verkauft.
Andrea spricht Deutsch, Rumänisch, Englisch, italienisch und Französisch und tut sich dadurch natürlich leicht, Touristen anzusprechen. Was ihr besonders gefällt? "Viele Kinder machen Selfies mit mir, sie kennen Mozart und wissen, wer das war." Aber ist es nicht heiß am Kopf, mit dieser großen weißen Perücke? "Nein, im Gegenteil, die kühlt sogar. Ich habe das Anfangs auch nicht geglaubt."

Der Dienst als "Mozart" ist aber kein Zuckerschlecken: Bis zu zehn Stunden täglich stehen die Darsteller am heißen Flickpflaster vor dem Stephansdom, wo es wenig Schatten gibt und die Luft alles aufheizt.

Und wer sind die besten Kunden? Andrea zögert nicht: "Früher waren es die Japaner, heute sind es vor allem Koreaner und Südamerikaner. Die sind kuklturell sehr interessiert und kennen sich auch aus."

Und hört sie privat auch Mozart? "Ab und zu, aber sonst bin ich Pop- und Rock-Fan. Und ich mag 'Rock me, Amadeus' von Falco".

Was meint ihr dazu? Postet uns in den Kommentaren oder schreibt uns mit Hashtag #City4U auf Facebook, Twitter oder Instagram!

zet

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