Monstranz gestohlen

Diebe schmolzen billigen Schmuck ein

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen - so verwerteten drei Gauner den Monstranzen-Schatz von Brunnenthal. Ein Vorbestrafter (39) aus Linz hatte mit einem Komplizen (34) seiner Ex-Frau den Sakralgegenstand, Schmuck und Ölbilder um eine Viertelmillion Euro gestohlen. Billige Goldpretiosen hatten die Gauner einfach eingeschmolzen.

Das Landeskriminalamt hatte von Beginn an auf einen „Insider“ getippt. Denn ohne Vorwissen hätte niemand in dem alten Bauernsacherl in Brunnenthal bei Schärding einen derartigen Schatz vermutet. Eine 55-Jährige hortete mit ihrer 31-jährigen Lebensgefährtin Familienerbstücke, darunter auch Ölbilder von Fritz Aigner, dem verstorbenen „Rembrandt von Linz“. Deshalb geriet der vorbestrafte Ex-Rausschmeißer und Ex-Ehemann der 55-Jährigen schnell ins Visier der Ermittler. Der arbeitslose Trauner wurde am Flughafen Hörsching bei seiner Rückkehr vom Ägyptenurlaub verhaftet. Er legte ein Geständnis ab und verpfiff einen 34-jährigen Metalltechniker als Mittäter und einen 46-jährigen Linzer als Hehler. Das Trio sitzt nun im Rieder Gefängnis in Haft.

Weil noch Bilder und Schmuck fehlen, können sich weitere Verdächtige auf Kripo-Besuche „freuen“.

 

 

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 21. Juni 2021
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