29.08.2006 20:37 |

Verteuerung

Gas und Strom werden bis Jahresende teurer

Auf deutlich höhere Gasrechnungen müssen sich die österreichischen Konsumenten bis Jahresende einstellen. Energieregulator Walter Boltz erwartet im österreichischen Durchschnitt einen Anstieg um rund 10 Prozent. Auch die Strompreise könnten noch steigen, wenngleich in geringerem Ausmaß. Mittelfristig sei aber wieder mit einem Preisrückgang zu rechnen, sagte Boltz am Montagabend.

Die durchschnittliche Gasrechnung in Österreich mache rund 800 Euro pro Haushalt und Jahr aus. Preisdämpfend sollte sich zu Jahresbeginn die Senkung der Gasnetztarife auswirken. Etwa die Hälfte der Preiserhöhungen könnten dadurch wieder wettgemacht werden. Die Gasnetztarife würden österreichweit in unterschiedlichem Ausmaß gesenkt, am geringsten voraussichtlich in Tirol.

Die Gasrechnung des Kunden setzt sich aus den reinen Energiekosten, den Netztarifen und den Steuern und Abgaben zusammen. Bei den einen Energiekosten erwartet Boltz sogar einen Anstieg um 20 Prozent. Einige Energieversorger haben wegen der höheren Einstandspreise wie berichtet bereits Preisanhebungen angekündigt.

Grund für die Erhöhungen sind die gestiegenen Einstandspreise. Der Gaspreis ist mit einer Verzögerung von drei bis sechs Monaten an den Ölpreise gekoppelt.

Mäßige Preiserhöhungen beim Strom
Beim Strom seien für die österreichischen Verbraucher bis Jahresende für die Endkunden auch noch mäßige Preiserhöhungen zu erwarten, allerdings breiter gestreut als beim Gas. Auch bei den Stromnetztarifen wird es zu Jahresbeginn zu einer moderaten Senkung kommen, kündigte Boltz an.

Im Europa-Vergleich gehe es den österreichischen Energiekunden jedenfalls nicht so schlecht, "ich sag' das ja nur ungern", räumt Boltz ein. So zahlten die deutschen Haushalte um bis zu ein Viertel mehr für Strom.

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