Sa, 21. Juli 2018

Deutsche Behörden:

20.06.2016 09:13

Putins Hacker operieren unter Deckmantel des IS

Cyberattacken im Namen der Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" (IS) werden einem Bericht des "Spiegel" zufolge vermutlich von russischen Hackern verübt. Der IS sei nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden bisher nicht in der Lage, komplexe Spionage- oder Sabotageangriffe im Netz zu starten, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin.

Etliche Indizien sprächen dafür, dass die Angriffe von Hackern des Kreml verübt worden seien. Dieser Verdacht war auch im April 2015 aufgekommen. Nach dem groß angelegten Hackerangriff auf den frankophonen Fernsehsender TV5 Monde richteten sich die Ermittlungen schnell gegen eine Gruppe russischer Hacker.

Diese hatte es französischen Medienberichten zufolge in der Vergangenheit auch auf die Informationssysteme des Weißen Hauses, von NATO-Mitgliedern sowie von russischen Dissidenten und ukrainischen Aktivisten abgesehen.

Laut "Spiegel" könnten auch Angriffe auf das Zentralkommando der US-Streitkräfte Anfang 2015, auf das US-Außenministerium und saudi-arabische Sicherheitsbehörden in diesem Frühjahr tatsächlich in russischem Auftrag erfolgt sein. Die deutschen Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass die russischen Geheimdienste insgesamt mehr als 4000 "Cyber-Agenten" befehligen.

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