Do, 16. August 2018

Krieg im Netz

15.06.2016 08:33

NATO erklärt Cyberspace zum Operationsgebiet

Die NATO hat den Cyberspace zu einem eigenständigen Operationsgebiet erklärt. Die Verteidigungsminister des Militärbündnisses hätten am Dienstag beschlossen, Angriffe über Datennetze wie solche durch Land-, See- oder Luftstreitkräfte zu behandeln, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel.

"Die Cyberabwehr ist Teil unserer kollektiven Verteidigung", sagte Stoltenberg. "Die meisten Krisen heute haben auch eine Cyber-Dimension." Das Bündnis müsse deshalb seine Abwehr in diesem Bereich stärken, "um unsere Einsätze und Operationen besser zu schützen". Dies könne auch bedeuten, dass Cyberangriffe den Bündnisfall nach Artikel fünf des Nordatlantikvertrages auslösen - denn Hackerangriffe könnten "eine Menge Schaden" anrichten, so Stoltenberg.

Diplomaten zufolge bedeutet die Entscheidung konkret, dass die Cyberabwehr in alle militärischen und strategischen Planungen des Bündnisses einbezogen wird. Stoltenberg betonte zugleich, dass die Cyberabwehr nicht gegen eine bestimmte Quelle oder Nation gerichtet sei. Es gehe um die Verteidigung und darum, die Quelle für Angriffe aus dem Netz zu identifizieren, so der NATO-Generalsekretär.

Bereits 2014 hatte der NATO-Gipfel in Wales beschlossen, dass Cyberangriffe als möglicher Auslöser des Bündnisfalles betrachtet werden können. Solche massiven Angriffe seien aber laut Stoltenberg nicht der einzige Bereich, wo die Abwehr wichtig sei. Es gehe auch darum, Datennetzwerke der NATO und ihrer Verbündeten bei kleineren Operationen wirksam zu schützen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.