Linzerin verletzt

Amokschütze als Messerstecher

Einst schoss er einen Polizisten an, jetzt stach er seine Freundin nieder: Der Linzer Ex-Amokläufer und Ex-Häftling Günther Z. (41) sitzt nun wieder im Gefängnis, weil er im Streit aus Eifersucht seine Lebensgefährtin Karin P. (34) lebensgefährlich verletzte. Die Frau konnte noch flüchten und gerettet werden.

Sie hat seit drei Monaten einen Geliebten. Deshalb machte ihr der betrogene Mann auch wieder Eifersuchtsszenen, als sie am Donnerstag um 1 Uhr früh von unverfänglichen Lokal- und Bekanntenbesuchen heimkam. Im 10. Stock des berüchtigten Kremplhochhauses griff das Paar im Streit zu zwei Messern: Erst zerstach die Frau den Reifen am Mountainbike ihres Lebensgefährten, dann wurde ihr wütend die Klinge eines Springmessers in Brust, Rücken und beide Hände gerammt. Sie flüchtete ins Freie und wartete auf einer Bank auf Polizei und Rettung, die der Tatverdächtige sofort alarmiert hatte.

Es gilt die Unschuldsvermutung. Er wird wegen Mordversuchs angezeigt. Nicht zum ersten Mal: Er ist schon 1989 zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil er drei Schüsse auf sechs Polizisten abgefeuert hatte, die ihn nach einem Alkounfall mit Fahrerflucht und Führerscheinentzug vor dem angekündigten Selbstmord hatten retten wollen. Doch der verbarrikadierte Amokläufer ballerte damals wild durch die Tür, ein Inspektor wurde getroffen und schwer verletzt.

 

 

Faksimile: "Krone"

Samstag, 12. Juni 2021
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