24.08.2006 14:05 |

Schaden steigt

Posträuber bevorzugen kleine Postämter

Insgesamt 92 Postämter wurden seit dem Jahr 2002 in Österreich überfallen, 49 davon in Wien. Was die Statistik noch verrät und vom Wiener Kriminalexperten Peter Jedelsky bestätigt wird: "Der Trend geht hin zu kleineren Objekten."

Weniger Personal sind für die Täter attraktiver - auf der Liste der Post finden sich kaum Hauptpostämter, also Filialen mit solchen Postleitzahlen, die am Schluss eine Null haben. Absoluter Spitzenreiter ist das Postamt 1122 Wien in der Eichenstraße. Es wurde im Oktober 2003, im April 2004, im November 2004, im Dezember 2004 und im Februar 2006 überfallen.

In Rund der Hälfte der Fälle war Ortskundigkeit bzw. eine Vertrautheit mit der Umgebung bei den Tätern vorhanden. Manchmal sind auch schon Kunden zu Räubern geworden. Langwierige Planungen, sagt Jedelsky, gibt es hingegen nur selten.

Neues Sicherheitssystem
Die durch Raubüberfälle verursachte Schadenssumme ist in den vergangenen Jahren auf  300.000 Euro angestiegen. Deshalb will die Post AG sämtliche 1.334 Filialen in Österreich mit moderner Sicherheitstechnik ausstatten. Was immer auch in den Postämtern passiert, wird künftig über Bewegungsmelder und Videokameras in ein Sicherheitszentrum nach Nürnberg übertragen. Die Exekutive wird dann online informiert. Bis Ende 2007 sollen alle heimischen Postämter mit dem Sicherheitssystem ausgestattet werden.

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