Mi, 19. Dezember 2018

Zivildienst-Regelung

03.06.2016 11:05

Hunderte Jobs gehen verloren

Zündstoff in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit (im Mai: 14.710 Salzburger ohne Job) liefert der neue Rechnungshofbericht zum Thema Zivildienst. Der Grund: Immer öfter werden Arbeitsplätze durch Zivilbedienstete ersetzt. Scharfe Kritik kommt deswegen jetzt von den Grünen. Es fehlt Rechtsklarheit.

Per Gesetz dürfen durch die Zuweisung von Zivildienern nämlich "weder bestehende Arbeitsplätze gefährdet", noch "Arbeitssuchende das Finden geeigneter Arbeitsplätze erschwert" werden. Das ganze nennt sich Arbeitsmarktneutralität.
In der Praxis sieht das aber ganz anders aus: Schon 2012 hat eine Studie des Innenministeriums festgestellt, dass österreichweit 4600 Vollzeitarbeitsplätze durch Zivildiener ersetzt werden.

"Dienst darf uns nicht hunderte Arbeitsplätze kosten"
Zwischen 2010 und 2014 stieg die Zahl der Zivildiener um 22,7 Prozent, was - grob nach dem Bevölkerungsschlüssel heruntergebrochen - für Salzburg bedeutet, dass so rund 300 Arbeitsplätze eingespart werden. In den SALK sind beispielsweise jährlich 35 Zivildiener beschäftigt. "Der Dienst ist natürlich wichtig, aber angesichts der Arbeitsmarktsituation darf er uns nicht hunderte Vollarbeitsplätze kosten", mahnt der Grüne Landtagsabgeordnete Simon Hofbauer in der "Krone". Im Spital etwa ersetzen die Zivildiener Hilfskräfte, die für den Betten-Transport zuständig sind.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Überfall in Ottakring
Elf Jahre Haft für zwei Beteiligte an Postraub
Österreich
Deutsche Bundesliga
Dortmund-Pleite, Hinteregger nach Tor verletzt out
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:0 gegen Nürnberg! Gladbach nicht zu stoppen
Fußball International
Vertrag bis 2019
Ibrahimovic bleibt bei Los Angeles Galaxy
Fußball International
Der krone.at-Talk
Ist das Weihnachtsfest noch zu retten?
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.