Fr, 19. Oktober 2018

Ex-US-Justizminister

01.06.2016 08:30

"Snowden hat Gesellschaft einen Dienst erwiesen"

Edward Snowden hat der Gesellschat einen Dienst erwiesen. Dieser Auffassung ist zumindest der ehemalige US-Justizminister Eric Holder. Über die Art und Weise, wie Snowden das getan habe, könne man allerdings sicherlich streiten, räumte Holder im Podcast "The Axe Files" des früheren Präsidentenberaters David Axlrod.

"Ich glaube, dass er der Gesellschaft einen Dienst erwiesen hat, indem er eine Diskussion ausgelöst hat und wir Änderungen herbeigeführt haben", sagte Holder über den ehemaligen NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden, der die umfassenden Spionagetätigkeiten der USA ans Tageslicht gebracht hatte. Nichtsdestotrotz seien Snowdens Enthüllungen illegal und unangebracht gewesen, fügte Holder hinzu. "Er hat amerikanische Interessen verletzt."

Snowden hatte 2013 streng geheime Dokumente öffentlich gemacht. Diese brachten die Abhörskandale um den Geheimdienst NSA ins Rollen. Holder war damals Justizminister. Er forderte Snowden auf, in seine Heimat zurückzukehren und sich den juristischen Konsequenzen zu stellen. Ein Richter müsse dabei aber auch berücksichtigen, dass Snowden eine wichtige Debatte ausgelöst habe.

Snowden droht in den USA eine lebenslange Haftstrafe. Er wird wegen Geheimnisverrats per Haftbefehl gesucht. Seit drei Jahren lebt der heute 32-Jährige im russischen Asyl.

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