14.08.2006 12:55 |

Das Maß aller Dinge

Federer feiert in Toronto seinen 40. Turniersieg

Der Tennis-Weltranglistenerste Roger Federer feierte am Sonntag im Finale des mit 2,45 Mio. Dollar dotierten ATP-Masters-Serie-Turniers in Toronto einen 2:6,6:3,6:2-Erfolg über den ungesetzten Franzosen Richard Gasquet. Damit holte sich der Schweizer seinen 40. Turniersieg und seinen bereits 54. Sieg in Serie auf nordamerikanischem Boden.

Im ersten Satz sah es allerdings nicht nach dem siebenten Saisonerfolg (nach Doha, Australian Open, Indian Wells, Key Biscayne, Halle und Wimbledon) für den Eidgenossen aus. Nach dem 1:0 für Federer gewann der 20-jährige Außenseiter Gasquet fünf Spiele in Serie und nach 31 Minuten auch den ersten Satz. Im zweiten Durchgang erfing sich der 25-jährige Favorit aber dann nach Abwehr von insgesamt fünf Breakbällen.

Zitterpartie dauert 1:47 Stunden
"Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Gasquet das frühe Break im zweiten Satz geschafft", wusste Federer um die Zitterpartie. Danach kontrollierte er die Begegnung souverän und beendete sie nach 1:47 Stunden. Bereits gegen Dimitrij Tursunow, Xavier Malisse und Fernando Gonzalez hatte Federer, der seit seinem Wimbledon-Triumph vier Wochen lang kein Turnier mehr bestritten hatte, über die volle Distanz gehen müssen.

"Dennoch fühlte ich mich vor dem Finale einigermaßen frisch - viel besser jedenfalls als in Halle (im Juni, Anm.), wo ich ebenfalls viermal hintereinander über drei Sätze gehen musste und alle Spiele hätte verlieren können", analysierte der Saisondominator, der 400.000 Dollar (313.112 Euro) Siegprämie kassierte und nun bei einer eindrucksvollen Saisonbilanz von 62:4 Siegen hält.

Toronto war das 17. Finale en suite für Federer. Damit greift er im am Montag beginnenden Turnier in Cincinnati den mehr als 20 Jahre alten Rekord Ivan Lendls an, der 1981/82 18-mal in Serie in Finali vordrang.

Dementjewa siegt in Los Angeles
Jelena Dementjewa hat das mit 600.000 Dollar dotierte WTA-Turnier in Los Angeles gewonnen. Die als Nummer 3 gesetzte Russin schlug am Sonntag im Finale die Serbin Jelena Jankovic 6:3,4:6,6:4 und feierte damit nach ihrem Erfolg in Tokio den zweiten Turniersieg in diesem Jahr. Favoritin Dementjewa war mit ihrem aggressiven Grundlinienspiel mit Ausnahme des zweiten Satzes die tonangebende Spielerin.

Ljubicic neue Nummer 3 der Weltrangliste
Das Erstrunden-Aus von David Nalbandian in Toronto hat den Argentinier seinen dritten Platz in der ATP-Weltrangliste gekostet. Neue Nummer 3 hinter Roger Federer und Rafael Nadal ist der Kroate Ivan Ljubicic. Jürgen Melzer machte als bester Österreicher einen Platz gut und ist nun 72.

Bei den Damen rangiert Jelena Dementjewa nach ihrem Sieg in Los Angeles nun an fünfter Stelle und überholte damit ihre russische Landsfrau Nadja Petrowa. Die beste ÖTV-Spielerin Sybille Bammer ist als 42. ebenfalls um eine Position besser.

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