Di, 14. August 2018

Im zweiten Anlauf

28.04.2016 09:25

Raketenstart von neuem Weltraumbahnhof geglückt

Der eigentlich für Mittwoch geplante erste Start einer Rakete vom neuen russischen Weltraumbahnhof Wostotschny ist im zweiten Anlauf geglückt. Die Sojus-Rakete sei am Donnerstag um 11.01 Uhr Ortszeit (4.01 Uhr MESZ) erfolgreich gezündet worden, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Die drei Satelliten seien erfolgreich in der Erdumlaufbahn platziert worden. Am Vortag war der Raketenstart, dem Staatspräsident Wladimir Putin beiwohnte, in letzter Minute automatisch abgebrochen worden.

Das Kosmodrom Wostotschny im Fernen Osten Russlands soll die Abhängigkeit der russischen Raumfahrt von der früheren Sowjetrepublik Kasachstan verringern. Vom kasachischen Baikonur aus starten bislang die Sojus-Raketen mit Nachschub oder Raumfahrern an Bord zur Internationalen Raumstation (ISS). Russland muss eine hohe Miete an Kasachstan zahlen, um den Weltraumbahnhof nutzen zu dürfen.

Bau hat 5,3 Milliarden Euro gekostet
Dies soll auch noch bis mindestens 2023 so weitergehen, sagte der für Raumfahrt zuständige Minister Dmitri Rogosin kürzlich. Für dieses Jahr war in Wostotschny, 9000 Kilometer östlich von Moskau, nur der Start vom Donnerstag geplant. Das Kosmodrom war die größte Baustelle Russlands, in deren Zusammenhang es massive Korruptionsvorwürfe gab. Insgesamt soll der Bau umgerechnet bis zu 5,3 Milliarden Euro gekostet haben.

Erster nicht militärischer Weltraumbahnhof Russlands
Wostotschny ist der erste nicht militärische Weltraumbahnhof in der Geschichte Russlands. Die Raumfahrtnation will sich damit auch unabhängig machen von ihrem Kosmodrom Baikonur, das sich seit dem Zerfall der Sowjetunion 1991 in der Republik Kasachstan befindet. Russland zahlt jährlich 115 Millionen US-Dollar (etwa 100 Millionen Euro) Pacht für das Gelände in Baikonur, der Vertrag läuft bis 2050.

Während der etwa sechsjährigen Bauzeit von Wostotschny hatte es Probleme gegeben. So waren Funktionäre wegen Unterschlagung festgenommen worden, und Arbeiter streikten wegen fehlender Löhne.

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