21.04.2016 16:42 |

Agrar-Studie

Entwarnung: "Görtschitztal ist sauber!"

Gute Nachrichten aus dem vom HCB-Skandal hart getroffenen Görtschitztal: Nachdem sich die Blutwerte bei vielen Bürgen verbessert hatten (wir berichteten), erreichten auch die Landwirtschaft positive Meldungen. "Das Görtschitztal ist sauber!", gibt ein Bericht Entwarnung. Für einige ist der Jubel aber etwas verfrüht.

Ein Forschungsinstitut hat für das Agrarreferat die HCB-Belastung in der Landwirtschaft analysiert. "Das Görtschitztal ist sauber. Es gibt keine gesperrten Betriebe mehr. Die Werte in Futter und Milch sind gesunken", resümiert Agrarreferent Christian Benger die Studienergebnisse.

Wie im Bericht ersichtlich wird, ist die HCB-Kontamination auch bei Wirtschaftsdünger und Fleisch stark zurückgegangen. Obwohl jetzt offiziell keine Höfe mehr als gesperrt gelten, besteht für 65 Betriebe eine strenge Untersuchungspflicht. Der Grund dafür liege bei den Schlachtungszahlen (und den damit erforderlichen Proben), die noch nicht erreicht worden seien: Weiterhin besteht hier ein Verkaufsverbot. Außerdem sollen Talbewohner mit erhöhten HCB-Werten im Blut weiter auf Produkte aus der Region verzichten.

In diesem Zusammenhang sehen Kritiker die Meldung vom "sauberen Tal" als verfrüht. Auch im Umweltreferat gibt man sich momentan weniger euphorisch: "Wir sind aber auf dem richtigen Weg!" Weiterhin hoch ist die Belastung rund um das Deponie-Areal in Brückl - die landwirtschaftlichen Flächen werden überwacht.

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