07.08.2006 12:25 |

Weggeschossen

Tiroler Jäger schießt sich selbst Zeigefinger ab

Den linken Zeigefinger hat sich ein Tiroler bei einem Jagdausflug am Sonntagabend mit seinem neuen Gewehr selbst von der Hand geschossen. Nach dem Unfall fuhr er laut Polizei mit seinem Auto noch selbstständig über einen Forstweg zur Rettung.

Gegen 20.30 war der 64-jährige Landwirt aus Jochberg im Bezirk Kitzbühel in dem Jagdgebiet der Gemeinde auf die Pirsch gegangen. Auf einer Höhe von 1.200 Metern sah er zwei zum Abschuss freigegebene Hirsche.

Als er mit der linken Hand den Mündungsschoner seines mit ungewohntem Sicherungsmechanismus ausgestatteten Jagdgewehrs entfernte, löste sich der Schuss. Der Finger wurde an der Wurzel total abgetrennt. Der Mann verständigte mit dem Handy einen Freund und fuhr selbstständig mit dem Auto zum Beginn des Forstweges, wo die Rettung auf ihn wartete.

Er wurde ins Krankenhaus St. Johann eingeliefert. Bei einer Schussverletzung sei es unmöglich, den Finger wieder anzunähen, hieß es aus dem Krankenhaus. Es gehe dem Verletzten den Umständen entsprechend gut. Wie lange er noch stationär bleiben müsse, sei noch nicht abzusehen. Möglicherweise müsse eine Sekundär-Operation durchgeführt werden, um eine "funktionierende Hand zu machen".

Samstag, 19. Juni 2021
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