Mi, 15. August 2018

"Nur böse Gerüchte"

19.04.2016 16:30

Vorstand dementiert Probleme bei Anadibank

Anadibank vor der Pleite? Seit Tagen gärt es in der Kärntner Wirtschaft, viele Kunden werden unruhig - und auch in der Kärntner Landesregierung bereitet man sich schon auf Schlimmes vor. Immerhin haftete das Land Ende 2015 noch mit 465,212 Millionen Euro für die alte Österreich-Hypo; erst kommendes Jahr reifen die Haftungen auf (bewältigbare) 36,9 Millionen ab, wie das Büro von Finanzreferentin Gaby Schaunig mitteilt. Zudem laufen die Kärntner Geldgeschäfte weiter über die indische Bank.

Erstmals nimmt nun Bankvorstand Christoph Raninger im "Krone"-Gespräch zu den üblen Gerüchten Stellung: "Wir haben kein Kapitalproblem!", beteuert er. "Wir sind eine stabile und verlässliche Bank und arbeiten mit Schweiß und Blut daran, dass das auch so bleibt."

Fakt sei, dass der Heta-Schuldenschnitt Anadi über die Verbindlichkeiten aus der Pfandbriefstelle hart trifft - wie alle Landeshypos. Wie berichtet, sind die Papiere nur noch 46 Prozent wert, laut Bilanzempfehlung der Finanzmarktaufsicht noch weniger. "Dass die FMA vorschreibt, man müsste die Forderungen nochmals auf 30 Prozent abwerten, sehen viele anders", sagt er. "Da besteht Diskussionsbedarf über die Abzinsung."

An der Bilanz werde plangemäß gearbeitet. "Ich darf Ihnen noch keine Zahlen nennen, aber Sie werden sehen, dass unsere Eigenkapitalquote alle regulatorischen Anforderungen erfüllt. Niemand muss sich Sorgen machen!", beruhigt Raninger, der auch Rückzugspläne der indischen Eigentümerfamilie Kanoria dementiert: "Da ändert sich nichts. Wir brauchen keine Kapitalspritze. Unser Motto gilt: Gekommen, um zu bleiben."

Gegangen ist dagegen der Kärntner Gernot Darmann als Fraktionsführer im Hypo-U-Ausschuss: Er überlässt Erwin Angerer den Vorsitz. Der Bürgermeister von Mühldorf - Heimat der Scheuch-Brüder - kann heute bei der Befragung des redegewandten Republikanwaltes Wolfgang Peschorn gleich zeigen, ob er sich auskennt.

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