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18.04.2016 16:53

Land lässt im Görtschitztal Bienen ausschwärmen

Zum Aufspüren von Umweltschadstoffen greift das Land zu außergewöhnlichen Maßnahmen. Nach dem HCB-Skandal sollen Bienenvölker im Görtschitztal angesiedelt werden. Experten wollen über Pollen Gifte wie Hexachlorbenzol und Blei nachweisen. Bei Erfolg wird die "fliegende Umweltpatrouille" sogar vergrößert.

Bienen stehen auch beim Aufspüren von Sprengstoffen und Minen im Einsatz. Bei der nächsten Mission der unverzichtbaren Insekten geht es um die Umwelt-Kontrolle: Das Land will neue Bienenvölker ansiedeln, um Veränderungen an Ökosystemen und Organismen zu messen.

Das erste Einsatzgebiet ist das vom HCB-Skandal hart getroffene Görtschitztal: Zusätzlich zu den permanenten Messstationen sollen über die Pollen und das Bienenwachs Umweltbeeinträchtigungen im Tal nachgewiesen werden. „Die Bienen können uns dabei helfen, die Umweltsituation noch besser zu analysieren“, erklärt Umweltlandesrat Rolf Holub.

Pro Messpunkt im Tal ist der Einsatz eines Bienenvolkes (50.000 Tiere) geplant, das pro Tag bis zu 80.000 Flugkilometer und an die 40 Millionen Blütenbesuche schafft. Derzeit wird das Vorhaben geprüft – bei Erfolg könnte die Bienen-Mission später ausgeweitet werden. Neben Hexachlorbenzol können auch Schadstoffe und Gifte wie Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer, Nickel, Zink über Bienen nachgewiesen werden. Die Carnica-Honigbienen würden durch die Gifte keinen Schaden nehmen, heißt es.

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