Himmels-Geschenk

Anna-Maria lässt Familie an Wunder glauben

Die Steyrer Familie Gruber glaubt an ein Wunder, das einen Namen hat: Anna-Maria, quirlige 16 Monate alt und pumperlgesund. Niemand hatte der Nachzüglerin eine Überlebenschance gegeben. Viel zu klein und leicht, dann noch viel zu früh geboren. Jetzt sind alle sicher: „Sie hat besondere Verbindung zum Himmel.“

Für Sabina Gruber (39) und ihren Ehemann war die Familienplanung mit dem Dreimäderlhaus Alexandra (17), Cornelia (16) und Viktoria (6) abgeschlossen. Denn schon bei der Jüngsten gab es Probleme, drei Fehlgeburten waren zu verkraften. Da meldete sich ungeplant ein Baby an!

„Wir haben uns schon gefreut, aber wieder gab´s Komplikationen. Das Baby war unterversorgt, wuchs nicht“, sagt Sabina Gruber und herzt ihr Nesthäkchen, das eigentlich nicht leben sollte. Es wurde eine Totgeburt vorbereitet. Und über Sterbebegleitung gesprochen, sollte sie wider Erwarten doch atmen.

Bei der Geburt 31,5 Zentimeter groß
Es war eine schwere Entbindung. Dann war Anna-Maria da: winzige 31,5 Zentimeter lang, 700 Gramm leicht. Und begann sofort zu kämpfen. „Sie machte die Augen auf, fuchtelte mit den Armen.“ Und sorgte damit für Aufregung in der Linzer Frauenklinik. „Dem Baby geht´s gut, es hat wunderbare Werte“, war ein Arzt fassungslos. „Die Sauerstoffversorgung muss vom Himmel gekommen sein“, fand die gerührte Hebamme eine Erklärung.

Dann begannen die Probleme. Nein, nicht mit Klein Anna-Marias Gesundheit, sondern mit Alltäglichkeiten. Dem Winzling passte kein Gewand, nicht mal Puppenstrampler. Als das alles geschafft war, wurde Sabina Gruber Oma: Ihre Älteste bekam Julian Alexander, jetzt 10 Monate alt, viel größer und schwerer als seine „Tante“. Die zwei Kleinen sind ein Herz und eine Seele. Und auch Victoria (6) strahlt: „Ich hab sie so lieb, ich kann gar nicht anders.“

 

 

Foto: Chris Koller

Sonntag, 20. Juni 2021
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